Die Allgemeinpsychiatrie
Zehn Stationen mit durchschnittlich 25 Betten bieten am Bezirksklinikum eine allgemeinpsychiatrische Versorgung an. Zwei dieser Stationen werden als beschützende Stationen geschlossen geführt.
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Indikation
Aufgenommen werden Patienten zwischen 18 und 65 Jahren mit
- akuten Krisen
- neurotischen Störungen
- Persönlichkeitsstörungen
- affektiven Psychosen
- endogenen Psychosen
- organischen Psychosen
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Bei der Visite
Die Stationskonzepte sind je nach Station etwas unterschiedlich; einige Stationen bieten spezielle Programme an (z.B. Therapieprogramm nach Linehan für selbstverletzende Borderline-Patientinnen, Psychosen-Frührehabilitation etc.).
Diagnostik
Die Diagnostik erfolgt im wesentlichen durch die klinische Untersuchung. Ergänzend und vor allem zum Ausschluss von Differentialdiagnosen kommen die Testpsychologie und die klinisch-diagnostische Zentrale mit ihren technischen Untersuchungsmöglichkeiten zum Einsatz.
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Behandlung
Der Behandlungsplan wird individuell erstellt; medikamentöse Therapie und Psychotherapie ergänzen sich in der Regel. Die Psychotherapie wird in Einzel- oder Gruppengesprächen geboten. Dabei kommen tiefenpsychologisch und verhaltenstherapeutisch orientierte Verfahren zum Einsatz. Daneben bieten die Stationen häufig psychoedukative Gruppen an. Das sind Gruppenveranstaltungen, in denen krankheitsspezifisch Informationen über die Krankheit und ihre Entstehung vermittelt werden und Gelegenheit zum Austausch unter den betroffenen Patienten geschaffen wird.
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Personelle Ausstattung
Für ca. zehn Patienten steht ein ärztlich-psychologischer Therapeut zur Verfügung. Das Pflegekräfte-Patienten-Verhältnis beträgt 1:2,1. Für 40 Behandlungsplätze steht ein Mitarbeiter des Sozialdienstes zur Verfügung.
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Bezugspflege: fördert den persönlichen Kontakt
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Räumliche Ausstattung
Die Regelversorgung besteht aus Zweibettzimmern, z.T. mit Sanitärzellen. Teilweise müssen Patienten in Vierbettzimmern untergebracht werden. Einzelne Stationen bieten auch wenige Einzelzimmer an.
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Ein Stationsstützpunkt
Verweildauer
Unsere Patienten halten sich zwischen einem Tag und mehreren Monaten in der Klinik auf. Der rechnerische Durchschnittswert beträgt ca. 27 Tage. Falls erforderlich, werden Patienten an Rehastationen oder die Tagesklinik weitervermittelt.
Nachsorge
Die Patienten werden in der Regel an niedergelassene Psychiater, Nervenärzte und Psychotherapeuten überwiesen. Wir arbeiten aber auch mit den sozialpsychiatrischen Diensten und anderen Angeboten staatlicher Stellen, wie Jugend- oder Gesundheitsämtern zusammen. Des weiteren ist eine Nachbetreuung in unserer eigenen Ambulanz möglich.
Angehörige
Für die Angehörigen psychisch Kranker bietet das Krankenhaus stations- und diagnoseübergreifend eine Angehörigengruppe an. Der Besuch der Gruppe ist kostenfrei und - falls gewünscht - anonym möglich. Die Gruppenabende finden vierzehntägig jeweils dienstags um 18 Uhr in der Ambulanz statt.
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