Logo medbo Fachklinik für Forensische Psychiatrie

Mittwoch, 08. Februar 2012    

  » Sitemap · Suche:  

  

  » Home · Aktuelles · Kliniken · Heime · Bildung · Wir über uns · Anfahrt · Kontakt

   » English Version

Position:  / Kliniken / Fachklinik für Forensische Psychiatrie und Psychotherapie / Wichtige Hinweise für Patienten!

   
           
 
   
 
   
 
   
 
   
 
   
 
   
 
   
 
   
 
   
 
   
 
   
 
   

 

Wichtige Hinweise für Patienten

 

 

 

Patienten, die zu uns kommen, bringen meist eine ganze Reihe von Ängsten und auch Hoffnungen mit: Was geschieht mit mir? Was wird von mir verlangt? Kann man mir helfen?

 

Gerade für Patienten, die aus Justizvollzugsanstalten zu uns kommen, ist eines besonders wichtig: Gewalt, Unterdrückung, persönliche Abwertung sind im Maßregelvollzug nicht erlaubt und nicht erwünscht!

 

In unserer Klinik sind Sie in verschiedenen Stationen untergebracht, in denen Sie Ihren Alltag zusammen mit ca. 20 anderen Patienten verbringen müssen. Das Zusammenleben auf sehr engem Raum erfordert, dass sich alle Patienten und Mitarbeiter an bestimmte Regeln halten, da nur so ein gutes Miteinander auf zum Teil engem Raum möglich ist. Die Einhaltung der Stationsordnung ist gerade für die Patienten schwierig, die sich krankheitsbedingt schwer an Regeln halten können und auch sich selbst nur schwer steuern können. Unsere Mitarbeiter helfen Ihnen jedoch und dazu gehören auch Kontrollen: Diese (z. B. Alkohol- und Drogenkontrollen) dienen nicht der Schikane, sondern der Sicherheit und Ihrem Therapiefortschritt!

 

Unsere Patienten kommen mit unterschiedlichen Symptomen, wegen unterschiedlicher Straftaten und mit jeweils einer eigenen persönlichen Lebensgeschichte. Deshalb wird für jeden Patienten ein eigener Behandlungsplan aufgestellt.

Wir erwarten von Ihnen, dass Sie an gruppentherapeutischen Maßnahmen (Psychoedukation, Delinquenzgruppe, lebenspraktisches Training, Ergotherapie, Sporttherapie u. a.) regelmäßig teilnehmen, aber auch, dass Sie sich in zahlreichen, regelmäßig stattfindenden Einzelgesprächen mit der eigenen Lebensgeschichte und Krankheitsanamnese auseinandersetzen. Anfangs fällt es Ihnen vielleicht schwer, sich mit Ihrer eigenen Geschichte, Ihren Straftaten, Ihren Störungen und Ihren „Schattenseiten“ zu beschäftigen. Hierzu brauchen Sie Hilfe und Sie bekommen diese Hilfe durch unsere therapeutischen Mitarbeiter!

 

Im Verlauf der Therapie werden Sie sich und Ihr Leben nach und nach besser verstehen und in den Griff bekommen. Hilfreich ist es hierzu, eine vertrauensvolle Beziehung zu den Therapeuten aufzubauen. Gemeinsam mit den Therapeuten müssen Sie Ihre eigenen Therapieziele entwickeln und festlegen und es ist wichtig, dass Sie bei Problemen die therapeutische Auseinandersetzung nicht vermeiden. Auch Konflikte gehören zur Therapie! Im Idealfall stellt die therapeutische Beziehung einen geschützten Raum dar, in dem Sie Ihre Persönlichkeitsproblematik und Ihre psychische Erkrankung bearbeiten können und sich mit Ihrer Delinquenz und den dazugehörigen Risikosituationen beschäftigen können.

 

Mit zunehmendem Aufenthalt bekommen Sie ein besseres Gefühl für Ihre eigenen Gedanken, Ihr Befinden und auch für die Belange anderer, was indirekt zu einem konstruktiven Miteinander führt.

 

Die Ergebnisse der therapeutischen Aktivitäten werden dokumentiert und regelmäßig wird auch die Umsetzung der Therapieziele in der Praxis überprüft. Abhängig von Ihren therapeutischen Fortschritten wird festgelegt wie viel Freiheit Ihnen zugestanden werden kann: Lockerungen werden Ihnen nicht gewährt, weil Sie schon bestimmte Zeitabschnitte „abgesessen“ oder „durchgezogen“, haben; stattdessen stellen Lockerungen Erprobungsmöglichkeiten nach festgestellten Therapiefortschritten dar.

Neben den rein persönlichen Aspekten, die im Laufe der Therapie erarbeitet werden, erwarten wir auch die Entwicklung prosozialen Verhaltens mit der Übernahme von Diensten an der Gemeinschaft, d. h. z. B. der Übernahme von „Stationsposten“, die regelmäßig auszuführen sind. Im Rahmen der Einübung von prosozialen Verhaltensweisen werden auch zahlreiche Freiheitsaktivitäten angeboten, die auch aktiv von Ihnen mitgestaltet werden sollen. Es wird also nicht nur erwartet, dass Sie Ihre eigenen Bedürfnisse umsetzen, sondern auch, dass Sie Pläne und Aktivitäten für eine Gruppe von Mitpatienten entwickeln. Hier kann die Fähigkeit zur Kompromissbildung, eine Balance zwischen Geben und Nehmen, eingeübt werden. Der Übergang in das normale Leben draußen erfolgt also fließend. Wir wollen, dass Sie im Maßregelvollzug Stück für Stück lernen, draußen wieder zurechtzukommen ohne straffällig oder krank zu werden!

04358 Besuche04358 Besuche04358 Besuche04358 Besuche04358 Besuche