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Samstag, 04. Februar 2012    

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Position:  / Kliniken / Klinik und Poliklinik für Psychiatrie und Psychotherapie / Informationen für Patienten / Oligophrenie

   
           
 
   
 
   
 
   
 
   
 
   
 
     
 
     
 
     
 
     
 
     
 
     
 
     
 
     
 
     
 
     
 
     
 
     
 
     
 
   
 
   
 
   
 
   
 
   
 
   
 
   
 
   

Die Oligophrenie

Die Station 11 a ist eine gemischtgeschlechtlich geführte Zugangsabteilung für maximal 20 Patienten mit akutpsychiatrischen Erkrankungen bei gleichzeitiger Störung der Intelligenz. Bei Bedarf können die Patienten intensivüberwacht werden.

Im Vordergrund steht die Wiederherstellung des Gesundheitszustandes des betreffenden Patienten in den Zustand vor der akutpsychiatrischen Erkrankung. Auf jeden Fall sollte die Reintegration in die jeweils zuweisende Institution (Familie, Alten- oder Pflegeheim, beschützende Werkstätte) erreicht werden.

Haus 11 vom Garten aus gesehen Im Durchschnitt ist eine Patientenverweildauer von acht Wochen vorgesehen, die maximale Behandlungsdauer sollte den Zeitraum von vier Monaten nicht überschreiten. Bei stationärer Aufnahme eines Patienten ist darauf zu achten, dass von der jeweils zuweisenden Institution die Rücknahme des Patienten nach abgeschlossener Behandlung zugesagt wird.  

 

 

Aufnahmekriterien

Behandlungsfälle mit akutpsychiatrischen Erkrankungen und einem Intelligenzquotienten von 70 und darunter. Zur Orientierung: Bei Patienten mit einem IQ von 70 ist üblicherweise Sonderschule G möglich oder die Sonderschule wird abgebrochen; wichtig ist auch der Grad der bereits erworbenen lebenspraktischen Fähigkeiten.

Alter: ca. 15 – 60 Jahre.

Einteilung nach ICD-10: F70 – F 73, F79

Bei den akut psychiatrischen Erkrankungen bei oligophrenen Patienten kann es sich um Störungen im Sozialverhalten (F91.0 – F 91.3, F91.8, F91.9, F92), um akute psychotische Symptomatik (F20.0 – F20.4) oder um affektive Psychosen (F30 – F39) handeln. Des weiteren kommen hyperkinetische Syndrome mit Entwicklungsrückstand (F90 – F90.9) oder cerebrale Anfallsleiden (G40.0 – G40.9) in Frage.

 

Unser Team

Zur Behandlung unserer Patienten steht ein multiprofessionelles Team zur Verfügung, bestehend aus Arzt, Klinischer Psychologe, Sozialpädagoge, Beschäftigungstherapeuten, Musiktherapeuten, Krankenschwester/-pfleger, Psychiatrie-Fachpfleger, Kinderkrankenschwester, Krankenpflegehelfer, Krankenpflegeschüler, Altenpfleger, Heilerziehungspfleger, Stationshilfe.

 

Diagnostische Verfahren

Somatische Diagnostik

  • Ausführliche Erhebung der Familien- Eigen- und Fremdanamnese
  • Genaue klinisch-interne, klinisch-neurologische und psychiatrische Untersuchung mit Erhebung eines psychopathologischen Befundes
  • Elektroenzephalographische Untersuchung in Kooperation mit der Neurophysiologie
  • Schädel-CT routinemäßig bei Erstaufnahmen in Kooperation mit der Neuroradiologie
  • Röntgenthorax routinemäßig bei Erstaufnahmen, bei denen länger als ein Jahr keine Röntgenaufnahme des Thorax durchgeführt wurde
  • NMR selektiv bei Erstaufnahmen mit spezieller Fragestellung in Kooperation mit der Neuroradiologie
  • Lumbalpunktion/Liquordiagnostik bei entsprechender Indikationsstellung
  • Doppler-Sonographie in Kooperation mit der Neurophysiologie
  • Evozierte Potentiale in Kooperation mit der Neurophysiologie
  • Konsiliarärztliche Untersuchungen (HNO-, Zahn- und Augenärzte, Orthopädie, kardiologische Untersuchungen, Gynäkologie), soweit der Bedarf für diese Untersuchungen und Behandlungen während des stationären Aufenthaltes eines Patienten entsteht

 

Labordiagnostik und Labormonitoring

  • Standard Blutchemie
  • Plasmaspiegel-Monitoring
  • TSH-TRH-Test
  • Blutzucker-Tagesprofile
  • Serologisch-immunologische Untersuchungen

 

Psychopathologisch-psychologische Diagnostik

  • Persönlichkeits- und Intelligenzdiagnostik
  • S.O.N.-Test (nonverbaler Intelligenztest bei höhergradig geistig Behinderten)
  • Beck’scher Depressionsfragebogen
  • AMÜP-Dokumentation
  • BADO-Erhebungsbogen bei Aufnahme und Entlassung
  • CGI
  • GAF

 

Behandlungsverfahren

  • Autogenes Training
  • Entspannungsübung nach Jacobsen
  • Gesprächstherapie nach Rogers

 

Verhaltenstherapeutische Verfahren

  • Strukturierung des Tagesablaufs Einsatz von positiven bzw. negativen Verstärkern zur kognitiven Umstrukturierung der Patienten
  • Therapie mit heilpädagogischem Unterrichtsmaterial

 

Psychopharmakotherapie

  • Plasma-Spiegel-Monitoring
  • Dokumentation der unerwünschten Arzneimittelwirkungen entsprechend den Konzepten von AMÜP
  • Medikamentöse Therapie mit Neuroleptika, Antidepressiva, Tranquilizer und Antiepileptika

 

Ergotherapie wird täglich vormittags und nachmittags angeboten. Ziel ist die Erprobung und Einschätzung der Leistungsfähigkeit sowie die Verlaufsbeobachtung eines Patienten, um dessen endgültiges Leistungsniveau zu beurteilen und um diese Information an das weiterbetreuende Heimpersonal weitergeben zu können. Daneben werden in der Beschäftigungstherapie auch lebenspraktische Fähigkeiten wie z.B. das Kochen trainiert.

Musiktherapie zur Förderung musikalischer Fähigkeiten der Patienten, Auffrischung früher erlernter Liedertexte und Melodien, Förderung des Gefühls für Rhythmus. Musiktherapie insgesamt als Ausdruck der Lebensfreude.

Bewegungs- und Sporttherapie für die körperliche Mobilität und Steigerung der Lebensfreude.

Freizeitgestaltung In Kleingruppen Besuch der Mai- und Herbstdult in Regensburg, im Dezember Besuch des Christkindlmarktes. Außerdem in Gruppen Besuche des Freigeheges in Bad Abbach oder des Straubinger Zoos.

Physiotherapie bei bettlägerigen Patienten oder bei Patienten mit entsprechender Indikation, wie z.B. Parkinson-Patienten, entsprechende krankengymnastische Übungsbehandlung.