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Freitag, 03. September 2010    

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Position:  / Kliniken / Klinik und Poliklinik für Psychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie / Schlafmedizinisches Zentrum / Winterdepression/ Lichttherapie / Lichttherapie

   
           
 
   
 
   
 
   
 
   
 
   
 
   
 
   
 
   
 
   
 
     
 
     
 
     
 
     
 
     
 
     
 
     
 
     
 
     
 
     
 
     
 
     
 
     
 
     
 
     
 
     
 
     
 
     
 
     
 
       
 
       
 
       
 
     
 
     
 
     
 
     
 
     
 
   
 
   
 
   

Lichttherapie

Lichttherapie

 

Lichttherapie ist eine Behandlungsform, bei der eine Wirkung durch das, von den Augen aufgenommene Licht einer speziellen Lampe erzielt wird.

Die Wirkung des hellen Lichts auf den Menschen wurde erst in den achtziger Jahren entdeckt. Dies bei dem Aufdecken des Zusammenhangs zwischen der sogenannten "Winterdepression" und den kurzen Wintertagen. Inzwischen wurde im Rahmen der Chronobiologie die Wirkung der Lichttherapie näher untersucht und neurobiologische Modelle aus grundlagenwisenschaftlichen Erkenntnissen entwickelt.

Neben der "saisonal abhängigen Depressionsform" (SAD), die ein deutliches Ansprechen auf die Lichttherapie zeigt, ist eine therapeutische Wirkung bei immer weiteren Krankheitsbilder zu erkennen. Vor allem bei bestimmten Formen der Schlafstörung und auch bei verschiedenen pathologischen Zuständen älterer Menschen kann diese Therapieform eingesetzt werden.

 

1. Lichtquellen

Heute wird weißes Licht, ohne UV- und extreme Blau-Anteile verwendet. Desweiteren sollte keine nennenswerten Infrarot-Anteile vorhanden sein und ansonsten alle Spektren annähernd gleiche Intensität besitzen.

 

2. Lichtintensität

Es wird entweder 2500 Lux für 2 Std. oder 10 000 Lux für 40 min angewandt. Eine Lichtintensität von unter 400 Lux wird als Kontrollbedingung verwendet.

 

3. Bauart der Lampen

Benutzt werden tragbare Tischgeräte oder größere Lampen auf fahrbaren Gestellen mit Leuchtstoffröhren. Der Patient soll frontal zur Lampe sitzen und direkt oder fast direkt in diese schauen. Der richtige Abstand zur Lampe ist wichtig. Untersuchungen haben gezeigt, daß die empfangene Lichtstärke, die deutlich geringer ist als die ausgesandte, drastisch abnimmt, wenn auch nur kleine Abweichungen von der empfohlenen Blick- oder Sitzposition vorgenommen werden.

 

4. Dauer der Lichttherapie

Der empfohlene Zeitraum für die Dauer einer Lichttherapie beträgt 2 Wochen. Es ist zu beachten, daß die Wirkung bereits nach 3 - 4 Tagen einsetzt. Falls dies nicht der Fall ist, kann entweder die tägliche Anwendungsdauer verlängert werden oder die Anwendung wird auf eine andere Tageszeit verlegt. Bei Wiederauftreten der Schlafstörung kann die Lichttherapie wiederholt werden.

 

5. Nebenwirkungen und Kontraindikationen

Durch die Lichttherapie hervorgerufene Schäden oder ernste Nebenwirkungen sind bisher nicht bekannt. Gelegentlich wird von leichter Augenreizung, trockener Haut und Antriebsteigerung berichtet. Generell ist eine vorherige augenärztliche Untersuchung anzuraten. Bei Augenkrankheiten wie Makulo- oder Retinopathien, Entzündungen von Uvea und Glaskörpern, Erkrankungen des Nervus Opticus, sowie Glaukom und Katarakt sollte dieses Therapieverfahren nicht benutzt werden. Vorsicht geboten ist auch bei der Einnahme von photosensibilisierenden Medikamenten.

 

Empfohlene Literatur:

Zulley J, Knab B (2002) Unsere Innere Uhr. Herder, Freiburg Zulley J und Wirz-Justice A.(Hrsg.) Lichtherapie. Roderer, Regensburg (1997)

 

Eine wissenschaftliche Gesellschaft, die sich mit Lichttherapie befaßt:

Society for Light Treatment and Biological Rhythms.

 

Weitere Informationen bei:

  • Deutschen Akademie für Gesundheit und Schlaf (DAGS)
  • Bezirksklinikum Regensburg
  • Universitätsstr. 84, 93042 Regensburg,
  • Tel: +49 (941) 9428271,
  • Fax +49 (941) 9411505,