Angehörige in der Klinik für Neurologische Rehabilitation
Angehörige oder wichtige Bezugsperson der Patienten sind im Rehabilitationsprozess unverzichtbar. Die Angehörigen finden sich in einer Doppelrolle wieder - sie sind selber sowohl emotional als auch sozial durch den Schicksalsschlag Betroffene und gleichzeitig Unterstützer im Behandlungsteam. Rehabilitation ist ein lang andauernder Lernprozess für alle Beteiligten. Wie die betroffenen Patienten, so benötigen auch Angehörige viel Zeit, sich mit den unvermittelt eingetretenen Veränderungen zurechtzufinden.

Wir möchten Angehörige in dieser problematischen Situation unterstützen. Um die gewünschte Nähe zu den Patienten zu ermöglichen, besteht für den Aufenthalt von Angehörigen die Möglichkeit, Appartements im Klinikbereich sehr preisgünstig zu mieten. Anfragen bzgl. Verfügbarkeit und Kosten können bei Frau Spitzhirn Tel. 0941/941-3888 oder über die Rezeption erfolgen.
Für den Fall der häuslichen Pflege werden Bezugspersonen umfassend angelernt. Sie können die zur Alltagsbewältigung nötigen Strategien erlernen, um daheim selber bei der Pflege zurechtzukommen oder auch die Betroffenen darin unterstützen, größtmögliche Eigenständigkeit zu bewahren oder wieder zu erlangen. Während des stationären Aufenthaltes stehen Mitarbeiter der Klinik für Einzelberatungen und Gespräche zur Verfügung.
Sprechen Sie uns Mitarbeiter auf Station und in den einzelnen Fachbereichen gezielt an!
Was können Sie als Angehörige oder als Besucher für die Patienten tun?
Auf die oft eingeschränkte Belastbarkeit der Betroffenen achten: kommen Sie besser öfter vorbei und dafür in kleineren Gruppen.
Zuhören und trösten: das ist für die Patienten sehr wichtig.
Kleine Besorgungen erledigen oder frische Wäsche mitbringen.
Photos von wichtigen Bezugspersonen, von Zuhause oder vom Lieblingshaustier mitbringen.
Brille, Hörgerät oder andere wichtige, bereits früher im Alltag genutzte Hilfsmittel für den Aufenthalt in der Klinik mitbringen; gern öfter mal die Brille putzen.
Lieblingsbücher von zu Hause mitbringen oder Lesestoff aus der Patientenbücherei ausleihen.
Fachkräfte fragen und sich von ihnen anleiten lassen, wenn Sie im Umgang mit Patienten unsicher sind.
Nachfragen, wenn Sie nicht verstehen, warum sich ihr erkrankter Angehöriger vielleicht ungewöhnlich verhält oder ungewohnt reagiert – viele Patienten sind durch Wahrnehmungsstörungen eingeschränkt.
Lassen Sie ihrem Angehörigen Zeit, eigene Worte zu formulieren, wenn eine Sprachstörung (Aphasie) vorliegt und das sich Ausdrücken schwerfällt; stellen Sie z. B. nur kurze und eindeutige Fragen.
Bringen Sie Essen und Getränke nur in Absprache mit der Pflege oder den Sprachtherapeuten mit. Viele Patienten dürfen wegen Schluckstörungen nur bestimmte Kostformen zu sich nehmen.
Begleiten Sie ihre Angehörigen – wenn sie sich das wünschen – zum Beispiel in den Gottesdienst, Gesundheitsvorträgen oder Freizeitangeboten wie Konzerten.
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