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70 Jahre Neurologie am Bezirksklinikum

Hilfe bei Schlaganfall, Hirntumor, Epilepsie und vielem mehr.

Seit 70 Jahren versorgt das Bezirksklinikum Regensburg Patienten mit neurologischen Erkrankungen auf höchstem medizinischem Niveau. Seit der Gründung der ersten neurologischen Abteilung 1945 steht die Versorgung am Bezirksklinikum für modernste medizinische Praxis auf dem aktuellsten Forschungsstand. So verfügte die neurologische Abteilung bereits 1976 als erstes Nervenkrankenhaus überhaupt in Deutschland über einen eigenen Computertomographen.

Seit 1997 arbeitet die heutige Klinik und Poliklinik für Neurologie eng mit der Universität Regensburg im Bereich Forschung und Lehre zusammen; der Ärztliche Direktor der Klinik, Prof. Dr. med. Ulrich Bogdahn, ist in Personalunion Lehrstuhlinhaber für Neurologie. 

Regensburger Zentrum für Hirntumoren (ZHT)
Seit Juni 2009 betreiben das medbo Bezirksklinikum Regensburg (BKR) und das Universitätsklinikum Regensburg (UKR) am BKR das Regensburger Zentrum für Hirntumoren (ZHT). Das Zentrum ist nicht nur das erste seiner Art in Bayern, sondern auch das größte in Deutschland. Behandelt werden hier unter anderem Patienten mit primären Tumoren des zentralen Nervensystems, mit Hirnmetastasen sowie mit paraneoplastischen Syndromen (indirekten Auswirkungen von Tumorerkrankungen auf Nervensystem und Organe). Durch die Kooperation von BKR und UKR werden Patienten ohne Umwege die modernsten und effektivsten Behandlungsmöglichkeiten ermöglicht.

TEMPiS und StrokeUnit: Lebensrettende Schlaganfall-Versorgung vor Ort

Bei einem Schlaganfall zählt jede Minute. Darum verfügt die Klinik für Neurologie am BKR über eine hochspezialisierte StrokeUnit (Schlaganfall-Spezialstation) mit speziell ausgebildeten Medizinern und Pflegepersonal. Um mit ihrem Wissen auch Kollegen anderer Kliniken zu unterstützen, betreut das BKR gemeinsam mit dem Klinikum München-Harlaching TEMPiS, ein telemedizinisches Projekt zur integrierten Schlaganfallversorgung in Süd-Ost-Bayern. Per Video-Streaming unterstützen die medbo-Ärzte Kollegen in den angeschlossenen 16 Kooperationskrankenhäusern bei der Untersuchung von Schlaganfallpatienten in Echtzeit. So kann jeder Patient im Versorgungsgebiet innerhalb von 30 Minuten kompetent untersucht werden. Das Netzwerk ist einer der größten Telekonsilverbunde weltweit in Bereich Schlaganfall.

Erforschung seltener neurodegenerativer Krankheiten: GO-Bio
Nicht zuletzt treibt die Klinik für Neurologie die Erforschung seltener Erkrankungen voran: Mit rund vier Millionen Euro fördert das Bundesministerium für Bildung und Forschung im Rahmen seines Projekts GO-Bio (Gründeroffensive Biotechnologie) ein Projekt des Ärztlichen Direktors der Klinik und Lehrstuhlinhabers für Neurologie Prof. Dr. Ulrich Bogdahns. Das Projekt setzte sich gegen 106 Mitbewerber durch. Im Zentrum des Regensburger Forschungsprojekts stehen neurodegenerative Erkrankungen – allen voran die Amyotrophe Lateralsklerose ALS –, bei denen es noch keine ursächlich wirksame Therapie gibt. Prof. Bogdahns Team entwickelt derzeit einen Ansatz zur Therapieentwicklung bei derartigen neurodegenerativen Erkrankungen.