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Ärztlicher Direktor des Bezirksklinikums Wöllershof verabschiedet

Dr. Fleischmann geht in Ruhestand

Das Bezirksklinikum hat seinen Ärztlichen Direktor in den Ruhestand verabschiedet. Nach 36 Jahren im Dienste des Bezirks Oberpfalz und der medbo wurde das Lebenswerk von Dr. Heribert Fleischmann von vielen Politikern, Kollegen und Weggefährten gewürdigt. „Mir hätte nichts Besseres als Wöllershof passieren können“, stellte der Ärztliche Direktor rückblickend fest.

Für die Entwicklung des medbo-Standorts Wöllershof war Fleischmann maßgeblich verantwortlich. Seit 18 Jahren ist der gebürtige Oberpfälzer im Bezirksklinikum Wöllershof, das er zu einem modernen psychiatrischen Fachkrankenhaus ausbaute. Als Ärztlicher Direktor installierte er eine allgemeinpsychiatrische, eine Sucht- und eine gerontopsychiatrische Abteilung und frühzeitig schon eine psychosomatische bzw. psychotherapeutische Spezialstation in Wöllershof. „Dies alles zusammen hat dazu beigetragen, dass das Bezirksklinikum Wöllershof eine wichtige Einrichtung des Bezirks Oberpfalz ist und aus der Versorgungslandschaft der Nordoberpfalz nicht mehr wegzudenken ist“, lobte Bezirkstagspräsident Franz Löffler. Löffler erinnerte in seiner Laudatio, dass es der Verdienst von Fleischmann war, dass die Suchtabteilung zu den führenden in Bayern gehört.

„Der Name Fleischmann ist zum Synonym für kompetente Medizin geworden“, erklärte medbo-Vorstand Dr. Dr. Helmut Hausner. Als Suchtexperte ist Fleischmann deutschlandweit ein gefragter Fachmann. Das unterstrichen auch der Vorsitzende der Bundesdirektorenkonferenz, Prof. Dr. Thomas Pöllmächer, der Vizepräsident der Bayerischen Landesärztekammer, Dr. Wolfgang Rechl, und der Geschäftsführer der Deutschen Hauptstelle für Suchtfragen, Dr. Raphael Gaßmann in ihrer fachlichen Würdigung. Seit mehr als 30 Jahren ist Fleischmann Mitglied der Suchtarbeitskreise in der Oberpfalz. 1989 bildete die Bundesdirektorenkonferenz der Psychiatrischen Krankenhäuser einen Suchtausschuss, dessen langjähriger Vorsitzender Fleischmann wurde. Schließlich wurde er in den Vorstand der Bundesdirektorenkonferenz berufen, dem er acht Jahre angehörte. Das Referat Sucht der DGPPN (Deutsche Gesellschaft für Psychiatrie und Psychotherapie, Psychosomatik und Nervenheilkunde, leitete Fleischmann stellvertretend mehrere Jahre. Seit sieben Jahren ist er Vorsitzender der Deutschen Hauptstelle für Suchtfragen (DHS).