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Girls‘ und Boys‘ Day bei der medbo

Schnuppern in Technische Berufe für Mädchen und Pflegeberufe für Jungs

Die Infusionspumpe piepst, brummt und blinkt. Doch es kann nichts passieren, da das lebenserhaltende Gerät in der Werkstatt der medbo-Medizintechnik steht und gerade neun Mädchen beim Girls‘ Day gezeigt wird. Sie sind nicht die einzigen, die sich für einen technischen Beruf am Bezirksklinikum interessieren, sieben weitere Schülerinnen schauen sich in der IT-Abteilung um. Auch für die Jungen ist gesorgt: neun bekommen von Schülern der medbo-Krankenpflegeschule die Möglichkeiten in der Pflege gezeigt und ein Schüler interessierte sich für den Beruf des Ergotherapeuten.

Jugendliche zwischen 14 und 18 Jahren von Mittelschulen, Realschulen und Gymnasien erkundeten sich bei der medbo über Ausbildungsmöglichkeiten. Während die Jüngeren noch keine Vorstellung über ihre Wunschausbildung hatten, konnten die Älteren nahe am Schulabschluss schon relativ konkret eine Richtung benennen. Besonders interessant ist natürlich die praktische Arbeit.

Thomas Schmid, Leiter der Medizintechnik, stellte den Schülerinnen die wichtigsten Geräte vor. Medizinisches und technisches Wissen ist gleichermaßen wichtig. So lernten sie auch, dass eine Vene fast den gleichen Druck aushalten muss wie ein Fahrradschlauch. Während bei den Mädchen die Technik des Blutdruckmessgeräts im Vordergrund stand, lernten die Jungs in der Pflege an einer Patientenpuppe wie das Gerät richtig angelegt wird. Vorher wollte Michael Bauer, Lehrkraft an der medbo-Krankenpflegeschule, dass die Schüler sich in den Zustand ihrer Patienten hineinversetzen konnten: mit einem Alterssimulationsanzug verwandelten sich die Jugendlichen in Sekunden zu bewegungs- und wahrnehmungseingeschränkten Senioren. Mit einem Tremorsimulator konnte das Zittern eines Parkinsonpatienten am eigenen Körper nachempfunden werden.

Zum Abschluss des schulfreien, aber dennoch lehrreichen Tags lernten die Jungen den Alltag auf einer Station kennen, die IT-Mädchen programmierten einen Taschenrechner und die Medizintechnik-Mädchen inspizierten einen Intensivbettplatz.