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Infofahrt des Bezirks Oberpfalz

KAB und Volkstumsverein treffen Bezirkstagpräsidenten in Regensburg

Rund vierzig Mitglieder von KAB und Volkstumsverein Cham folgten der Einladung von Bezirkstagspräsident Franz Löffler. Auf dem Gelände des Bezirksklinikum Regensburg wurden die Besucher von Dr. med Dr. jur. Helmut Hausner begrüßt. Der medbo-Vorstand erläuterte, dass sich im Bezirksklinikum Medizin und Forschung vor allem mit dem menschlichen Gehirn beschäftigen, dem spannendsten Organ, das man sich vorstellen kann. Das Gehirn spielt von Anfang an im Leben des Menschen die wichtigste Rolle. Dem reifenden Gehirn wie dem Gehirn des erwachsenen Menschen als auch dem alternden Gehirn wird bei der medbo große Aufmerksamkeit gewidmet. Dr. Hausner ging darauf ein, dass Störungen im Kindesalter wie ADHS, Angststörungen, Bindungs- oder Sprachstörungen sich bis ins Erwachsenenalter hinein auswirken können, wenn sie unbehandelt bleiben.

Zum Aufgabengebiet der medbo, die an sechs Standorten in der Oberpfalz behandelt, gehören Diagnostik und Therapie von Psychosen, von Suchterkrankungen, von Depression und Schlafstörungen, von Demenz, Parkinson und anderen Störungen, die ihre Ursache im Gehirn haben. Stolz ist der medbo-Vorstand darauf, dass im Bezirksklinikum auch geforscht wird.
Er wies daraufhin, dass durch “TEMPIS” eine optimale Versorgung von Patienten mit Schlaganfall oder Schädel-Hirntrauma gewährleistet wird. Durch die Telemedizin steht Patienten in ländlichen Krankenhäusern die Expertise von medbo-Spezialisten aus Regensburg zur Verfügung.

Dr. Hausner gab einen kurzen historischen Rückblick und spannte den Bogen von der vor 165 Jahren entstandenen „königliche Kreisirrenanstalt Karthaus-Prüll“ zu dem seit 1997 etablierten Uniklinik für Psychiatrie und Neurologie.

Dr. Wolfgang Mache, Chefarzt der Forensik, erläuterte in einem lebendigen Vortrag, wie in der Einrichtun straffällig gewordene Patienten therapiert werden. Arbeitstherapie, Beschäftigungs- und Sporttherapie, Verhaltenstherapie, viele Gespräche und Hilfestellung für ein Leben ohne Sucht sowie Möglichkeiten für einen Schulabschluss zu erlangen, sollen den Patienten eine straffreie Zukunft ermöglichen. Nach diesen theoretischen Einblicken führte Thomas Braun, stellvertretender Stationsleiter, die Gäste durch eine Station der Forensik.
 
Im „Brunnenhof“ traf die Gruppe auf den Kunsthistoriker Bruno Feldmann, der sie durch die „Vituskirche“, die älteste Hallenkirche Bayerns, führte. Die Krankenhauskirche geht auf die Benediktiner um das Jahr 1100 zurück, später kam der Kartäuser-Orden.

Mittag traf die Gruppe im Mitarbeiterrestaurant auf Bezirkstagspräsident Franz Löffler. Er erläuterte die Aufgaben des Bezirks. Einen Großteil der Aufgaben nimmt „Soziales und Gesundheit“ ein. Hier finden sich Eingliederungshilfen für behinderte Menschen und finanzielle Beteiligungen bei der Pflege sowie die Bereitstellung psychiatrischer und neurologischer Versorgung. “Betroffenen Menschen soll die beste Teilhabe am Leben ermöglicht werden”, forderte Löffler. Der Bezirk ist ebenso zuständig für Kultur, Brauchtum und Musikpflege.

Bild: © Elisabeth Ruhland