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Krisendienst - eine Hilfe, die eine dringend benötigte Lücke schließt

100 Tage Krisendienst Oberpfalz – Unterzeichnung Kooperationsvertrag mit medbo

Schon allein die Anzahl der Anrufe, zeigt wie dringend der Krisendienst Oberpfalz benötigt wurde. In 100 Tagen konnte fast 3000 Anrufenden geholfen werden. Mit einer positiven Anfangsbilanz unterzeichneten Bezirkstagspräsident Franz Löffler, medbo Vorstand Dr. Dr. Helmut Hausner und Jens Scheffel, der Geschäftsführer des Krisendienstes Oberpfalz, einen Kooperationsvertrag zwischen dem Krisendienst und der medbo KU.

„Der Bezirk Oberpfalz hat die Notwendigkeit einer Notfallnummer, die rund um die Uhr erreichbar ist, erkannt und mit der Einrichtung des Krisendienstes zügig umgesetzt. Wir sind mit der medbo und dem medizinischen Angebot in der Oberpfalz gut aufgestellt, aber es bedurfte ein niederschwelliges Angebot für Menschen in einer seelischen Krise oder psychosozialen Notlage, wie die Zahlen beweisen“, stellte Bezirkstagspräsident Franz Löffler fest. Durch den Kooperationsvertrag wird die reibungslose Zusammenarbeit zwischen dem Krisendienst, sowohl für die Klienten als auch für die Mitarbeiter und der medbo sichergestellt.

„Die Mitarbeitenden des Krisendienstes können jederzeit die fachliche Expertise der Ärzte bei schwer einschätzbaren Situationen einholen und werden von der medbo bei Hilfesuchenden ohne medizinischen Hintergrund oder bei Entlassungen von Patienten miteinbezogen“, erläutert medbo Vorstand Dr. Dr. Helmut Hausner den Nutzen für beide Seiten.

Mittlerweise ist der Krisendienst Oberpfalz mit zwölf Mitarbeitenden in drei Schichten rund um die Uhr erreichbar. Zusammen mit Oberfranken und Mittelfranken besteht eine Nachtallianz. Eine erste Bilanz mit fast 3000 Telefonate und 19 Einsätze der regional verteilten mobilen Teams konnte Geschäftsführer Jens Scheffel ziehen: „Das Konzept des Krisendienstes Oberpfalz mit Niederschwelligkeit, Professionalität und 24 Stunden Erreichbarkeit ist ein wichtiger Grund dafür, dass Menschen sich dem Krisendienst immer häufiger anvertrauen.“ 

Aus der täglichen Arbeit des Krisendienstes berichtete Katjenka Wild, die die fachliche Leitung innehat. Mit Beispielen veranschaulichte sie die Nöte der Hilfeersuchenden wie akute Panikattacke, sich aufdrängende Suizidgedanken oder Angehörige suizidaler Menschen, die nicht wissen, wie sie sich in dieser Situation verhalten sollen, alte Menschen, die unter Einsamkeit leiden oder Menschen in konflikthaften Beziehungen oder mit existenziellen Sorgen. „Große Dankbarkeit bestärkt unser Team in seiner täglichen Arbeit,“ erklärte Wild. 

Der Dienst ist rund um die Uhr unter der kostenfreien Rufnummer 0800/655 3000 erreichbar.