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medbo verabschiedet Vorstand

Visionär Kurt Häupl geht in den Ruhestand

 

Nach 35 Arbeitsjahren beim Bezirk Oberpfalz und der medbo ist Vorstand Kurt Häupl in den Ruhestand verabschiedet worden. Mit einem Festakt würdigte Bezirkstagspräsident Franz Löffler den langjährigen Vorstand des Kommunalunternehmens. Er nannte Häupl einen Visionär, der in seiner Amtszeit die drei Krankenhäuser des Bezirks in Regensburg, Parsberg und Wöllershof einte und zu einem modernen Medizinunternehmen formte, das der turbulenten Gesundheitspolitik standhält.

„Er hat Visionen, die in die Zukunft gerichtet sind, rechtzeitig auf den Tisch gebracht. Damit konnte die medbo als agiles Gesundheitsunternehmen agieren, statt reagieren“, beschrieb Löffler die Stärke Häupls. Im Jahr 1980 begann Häupl seinen Dienst beim Bezirk Oberpfalz in der Wirtschaftsabteilung des Bezirkskrankenhauses. Wenig später übertrug man ihm die Leitung der Abteilung Rechnungs- und Wirtschaftswesen. Der Wechsel in die Bezirkshauptverwaltung in die Stabsstelle „Krankenhäuser und Pflegeheime“ erfolgte 1997. Drei Jahre später übernahm Häupl die Leitung des Bezirksklinikums und er setzte den Kurs der Öffnung der Psychiatrie und Neurologie erfolgreich fort. Intern wurden Zentren gebildet, in denen auf die speziellen Bedürfnisse und Krankheiten der Patienten besser eingegangen werden kann. Zum anderen wuchs die medbo in der Fläche mit den Außenstandorten Cham, Weiden und Amberg, was den Patienten eine wohnortnahe Behandlung ermöglicht.


Zahlreiche Gäste aus den Bereichen Politik und Gesundheit kamen zum Festakt und verabschiedeten sich von Häupl, dessen Fachkompetenz auch über die Grenzen der Oberpfalz hinaus geschätzt wird. Stefanie Krüger vom Bayerischen Bezirkstag erinnerte an die Beharrlichkeit, mit der Häupl auf die Bedeutung der Psychiatrischen Institutsambulanzen hinwies, die eine wohnortnahe ambulante Versorgung erst möglich machten. Die Vorsitzende der Bundesarbeitsgemeinschaft der Träger Psychiatrischer Krankenhäuser (BAG), Dr. Margitta Borrmann-Hassenbach, sprach die Verdienste um die gemeinschaftlichen Anliegen in der Weiterentwicklung der Bezirke und die konstruktiven Beiträge in der BAG an: „Die Oberpfalz wurde durch Häupl beispielgebend für Deutschland.“


Die Regensburger Landrätin Tanja Schweiger und der Regensburger Oberbürgermeister Joachim Wolbergs stellten Häupls Einsatz für die Psychiatrie und Neurologie in der Oberpfalz heraus, der einen erheblichen Anteil an der Versorgungssicherheit der Region zu verantworten hat.


Seit Häupls Einstieg im Bezirksklinikum 1980 hat sich mittlerweile die Zahl der stationären Patienten auf fast 15 000 mehr als verdreifacht, hinzu kommen rund 1400 teilstationäre und 45 000 ambulante Patienten im vergangenen Jahr. Im gleichen Zeitraum hat sich die Zahl der Mitarbeiter von 1100 auf aktuell rund 2900 gesteigert.


Personalratsvorsitzender Bruno Lehmeier fügte an, dass die Zusammenarbeit zwischen Personalrat und medbo-Spitze immer gut und konstruktiv war und Personalkürzungen kein Thema waren. Einen sehr persönlichen Blick warf Chefarzt Dr. Wolfgang Mache auf den scheidenden Vorstand, bevor dieser selbst das Wort ergriff und seinen Mitarbeitern dankte. „Ich habe mich immer als Teil des Ganzen gesehen und ohne die richtigen Mitarbeiter zur richtigen Zeit an der richtigen Stelle und eine Portion Glück, hätte das alles nicht passieren können“, fasste Häupl bescheiden die Entwicklung der vergangenen 35 Jahre zusammen.