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Neue Kooperationsvereinbarung

Verbesserung der Versorgung von psychisch kranken Menschen in der Oberpfalz

Die Verbesserung der Versorgung von psychisch kranken Menschen in der Oberpfalz haben BRK-Präsident Theo Zellner und Bezirkstagspräsident Franz Löffler mit einer Kooperationsvereinbarung sichergestellt. Die Oberpfälzer Kooperationsvereinbarung unterzeichneten die Sozialpsychiatrischen Dienste, die psychosozialen Beratungsstellen für Suchtgefährdete, die psychosoziale Beratung an den Gesundheitsämtern und die medbo (Medizinische Einrichtungen des Bezirks Oberpfalz).

Bezirkstagspräsident Löffler verwies darauf, dass psychische Erkrankungen und Suchterkrankungen die ganze Gesellschaft betreffen. Erfreulich sei, dass sich die Gesellschaft den Therapiemöglichkeiten weitgehend geöffnet hat. In der Vergangenheit sei es eine große Hürde für kranke Menschen gewesen, wieder im Alltag Fuß zu fassen. Wichtig sei dabei ein Netzwerk, damit die Menschen an die richtigen Beratungsstellen und Behandlungsmöglichkeiten kommen. Die medbo bezeichnete er als Erfolgsmodell schlechthin. „Wir haben die Kliniken zu den Menschen in der Region gebracht“, so der Bezirkstagspräsident, der auch auf die 50 stationären Betten im Zentrum für Psychiatrie Cham verwies.

Die psychiatrische Vollversorgung im Landkreis Cham sei ein Gewinn für die Bürger, so Zellner. Im Laufe der Jahre sei die Zusammenarbeit zwischen den Institutionen immer enger worden: „Die Kooperationsvereinbarung ist eine gesunde, sichere Basis für die Arbeit der Dienste“, stellte der BRK-Präsident fest.

Anna Magin, Psychiatriekoordinatorin des Bezirks Oberpfalz, erklärte, dass es Ziel der Vereinbarung sei, Klienten und Patienten passgenaue individuelle Lösungen zu ermöglichen. Jeder, der Hilfe benötige, solle den geeigneten Platz im Hilfesystem und entsprechende Angebote finden.

Hohen Stellenwert habe für alle Beteiligten die Selbstbestimmung des Klienten beziehungsweise Patienten, aber auch die Einbeziehung von Angehörigen und Mitarbeitern. Langfristig werde die Vereinbarung auf weitere Akteure der psychiatrischen und psychosozialen Versorgung ausgedehnt. Enorm wichtig sei die Begleitung des Patienten auf dem Weg von der stationären in die ambulante Behandlung.

Dr. Stefan Gerhardinger von der Caritas erklärte, dass man hier ein bundesweit einzigartiges Projekt losgetreten habe. Mit der Vereinbarung gebe es nun eine sogenannte „integrale Versorgung“.