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Zertifizierung Bezirksklinikum Wöllershof

Qualitätsmanagement im medbo-Klinikalltag funktioniert

Qualitätsmanagement hat am Bezirksklinikum Wöllershof eine lange Tradition. Schon seit 1995 werden Patientenbefragungen durchgeführt und Abläufe kontinuierlich verbessert. Die erfolgreiche Klinikentwicklung wurde mit erstmals mit der Zertifizierung 2010 bestätigt. Jetzt folgte eine erneute Zertifizierung.

Aufgrund der langjährigen Erfahrungen im Bereich qualitätssichernder Maßnahmen am Bezirksklinikum war eine erneute Zertifizierung der konsequente Schritt. Im Sommer fand das Zertifizierungsaudit mit externen Auditoren statt. Die Auditoren prüften die über Jahre hinweg kontinuierlich verbesserten Prozesse und Elemente des QM-Systems, (etwa Beschwerdemanagement, Aufnahme- und Entlassungsprozess, Diagnostik, Personalführung und -entwicklung, Essensversorgung).

Der Vorteil ist, dass externe Auditoren einen wesentlich breiteren Wissenshintergrund besonders im Bereich der Ablauforganisation haben und somit einen wichtigen Input geben können: Die sogenannte Betriebsblindheit wird eingedämmt, den kontinuierlichen Verbesserungsprozess (KVP) voranzutreiben. Die Auditoren untersuchten die gesamte Klinik, das heißt alle Bereiche der klinischen Kernversorgung sowie alle unterstützende Prozesse, wie Haustechnik, Gebäudemanagement, Arbeitsschutz, EDV, Beschaffung und Logistik, Küche.

Mitarbeiter im Fokus

Nach langjähriger Erfahrung kennen die Mitarbeiter die Systematik des Qualitätsmanagements sehr gut und sind mit Audits vertraut. Die Zertifizierung konnte deshalb im laufenden Betrieb durchgeführt werden. Aufwändige Schulungen vorher oder künstliche Formalismen waren nicht notwendig. Die Vorgehensweise der DIN EN ISO-Zertifizierung unterstützt diese Mitarbeiterbezogenheit. Herauszuheben ist, dass die Kollegen ihre beschriebenen Arbeitsvorgänge mit den bestehenden Verfahrensanweisungen, Arbeitsanweisungen oder Leitfäden verknüpften und Bezug nahmen.

Die unterschiedlichen Berufsgruppen konnten klar und nachweislich die gemeinsame Ausrichtung anhand eines Prozesses darlegen. Der Patienten-Aufnahmeprozess etwa wurde aus der Sicht von Ärzten, Sozialpädagogen, Pflege und medizinischen Fachangestellten mit all seinen Schnittstellen durchgängig beschrieben. Aber auch das Thema Führung wurde begutachtet. Ein wesentliches Element dabei ist die sogenannte jährliche Managementbewertung (Jahresrückblick). Dort werden alle Ergebnisse, Entwicklungen diverser Bereiche wie Arbeitssicherheit, Hygiene, Wirtschaftlichkeit, medizinische Prozesse, Kennzahlen eines Jahres analysiert und bewertet. Daraus leiten die Führungskräfte Maßnahmen ab, die im Laufe des Anschlussjahres (mit Termin und Verantwortlichkeit) abgearbeitet werden.

Ebenso ergeben sich durch die Managementbewertung neue Ziele, welche im anschließenden sogenannten Zieleworkshop (erstellen der Qualitäts-/Jahresziele) herausgearbeitet und vierteljährig durch die Klinikleitung bewertet werden. Hier fließen zusätzlich wichtige Ziele der Führungskräfte sowie Klinikleitung ein. Die jährliche Managementbewertung mit dem anschließenden Zieleworkshop wurde durch die Auditoren als umfangreich und sehr aussagekräftig befunden. Vorteil dieser Methodik ist die übersichtliche, transparente jährliche Darstellung aller Verbesserungspotenziale und Betriebsereignisse beziehungsweise -ergebnisse.

Ergebnis: Prima!

Das Ergebnis lässt sich sehen: Das BKW hat die Zertifizierung bestanden. Natürlich gab es auch Hinweise und Empfehlungen, jedoch keine wesentlichen Kritikpunkte (Abweichungen). Die Hinweise und Empfehlungen werden im Sinne des KVP bis zum nächsten Überwachungsaudit 2016 in Wöllershof bearbeitet. Neue Themen werden dann sein:

• Fehlermanagement

• Planung und Umsetzung interner Audits; Qualifikation der internen Auditoren

• Detaillierte Überprüfung ausgegliederter Leistungen • Die Psychiatrische Institutsambulanz

• Die Diabetikerberatung (durch die Ernährungsberatung)

• Hausinterne Fortbildungen

Besonders positiv war den Auditoren die hohe Durchdringung der Maßnahmen und Ziele bei den Mitarbeitern aufgefallen: In Wöllershof „lebt“ das Qualitätsmanagement, die Mitarbeiter identifizieren sich mit ihrem Klinikum.