Zum Inhalt springen
IMG_0344.jpg

30 Jahre UN-Kinderrechtskonvention – weltweit und in der Oberpfalz

medbo-Fachtag zum Jahrestag der UN-Kinderrechte

Anlässlich des 30. Jubiläums der UN-Kinderrechtskonvention hat das Zentrum Weiden der medbo Klinik und Poliklinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie zum Expertenforum in die Max-Reger-Halle geladen.

Bezirkstagsvizepräsident Lothar Höher erinnerte sich in seinem Grußwort an seine eigene Kindheit: „Der Blick zurück in die Vergangenheit ist wichtig für den Blick in Richtung Zukunft. Meine Generation kann sich noch an eine Schule erinnern, wo der Lehrer Kinder gezüchtigt hat. Diese Zeiten sind gottseidank vorbei. Aber wir dürfen nicht nachlassen, Gewalt gegen Kinder zu benennen und die Rechte unserer Kinder zu schützen und zu stärken. Denn sie sind unsere Zukunft.“ Um den Kindern und Jugendlichen die Umsetzung ihrer Rechte zu gewähren ist ein tragfähiges Netz aus verschiedenen Disziplinen – von Medizin über Jugendhilfe und Bildung bis hin zu Ämtern, Behörden und der Justiz – die untereinander stärker als bisher kommunizieren.

Die Vertreter dieser Disziplinen beleuchteten aus den unterschiedlichen Blickwinkeln die bisherige Umsetzung der UN  Kinderrechtskonvention und legten durchaus kritisch künftige Handlungsfelder offen. Initiator Dr. Christian Rexroth, Chefarzt des Zentrums Amberg, Cham und Weiden der medbo Klinik und Poliklinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie forderte: „Wir müssen aufhören mit dem Weghören. Auch wenn wir in der medizinischen Versorgung von Kindern und Jugendlichen sowie ihren Eltern noch viele eigene Themen bearbeiten und entwickeln müssen - etwa die interdisziplinäre Vernetzung oder die Beteiligung und Aufklärung von Kindern im Behandlungsprozess: Wir brauchen insbesondere ein intensiveres Augenmerk auf das System Schule, sei es als Frühwarnsystem, sei es als Interventionssystem in Sachen Wohl der Kinder und Jugendlichen.“

Neben Dr. Rexroth von der Kinder- und Jugendpsychiatrie und Dr. Fritz Schneble von der Kinder- und Jugendmedizin sowie Dipl.-Päd. Bernhard Nagelschmidt von der Jugendhilfe – kamen auch Prof. Dr. Elisabeth Mützel von der Bayerische Kinderschutzambulanz München und Dr. Markus Wittmann, der Ärztliche Direktor des Bezirksklinikums Wöllershof, mit dem Blickwinkel der Erwachsenenpsychiatrie zu Wort. Prof. Dr. Matthias Franz stellte zum Abschluss des Fachtages ein Bindungstraining für Alleinerziehende vor.