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Ärztlicher Direktor verabschiedet

Dr. Wolfgang Mache verlässt nach über 35 Jahren die medbo

Der Abschiedsreigen von Dr. Wolfgang Mache war groß. Der langjährige Ärztliche Direktor der Klinik für forensische Psychiatrie Regensburg wurde von Bezirkstagspräsident Franz Löffler mit einem Festakt in den Ruhestand verabschiedet. Im Kreise vieler Kollegen und Weggefährten kamen dem Psychiater viel Anerkennung und Wertschätzung entgegen. Seit 1983 stand Dr. Wolfgang Mache im Dienst der medbo und hat den Aufbau einer modernen Forensischen Klinik geleitet.

Als Dr. Mache 1990 als Oberarzt zum Maßregelvollzug kam, bestand dieser aus drei geschlossenen Stationen mit jeweils 20 Betten. Heute verlässt Dr. Mache eine Klinik mit neun Stationen und rund 220 Patienten. Bezirkstagspräsident Löffler betonte, dass alle therapeutischen Maßnahmen jedoch ihre Grenzen dort finden, wo befürchtet werden muss, dass die öffentliche Sicherheit gefährdet wird.

Dr. Maches Schwerpunkte waren in der Soziotherapie und Psychotherapie, die den forensischen Patienten resozialisieren sollen, das heißt, ihn auf ein Leben ohne Suchtmittel und vor allem ohne Straftaten vorbereiten sollen. Bezirkstagspräsident Franz Löffler stellte in seiner Laudatio heraus, dass Dr. Mache mit der Verstärkung der Therapie Erfolg hatte und diesen mit der sogenannten Katamnesestudie auch sichtbar machen konnte: „In den vergangenen Jahren blieben rund 90 Prozent der Forensik Patienten nach Ihrer Entlassung straffrei.“

Die Leiterin des Amtes für Maßregelvollzug, Dr. Dorothea Gaudernack, attestierte Dr. Mache ein echter Kliniker zu sein, der für die Patienten und Mitarbeiter wie auch für die Fachaufsicht immer ansprechbar war und „seinen Laden im Griff“ hatte. „Dr. Mache hat die positiven Veränderungen im Maßregelvollzug nicht nur begleitet sondern für Bayern geprägt.“

Persönlich wurden die Rückblicke von medbo-Vorstand Dr. Hausner und Personal-Direktor Horst Meisinger. „Sie sind mit Ihrem humanistisch geprägten Führungsstil zum Vorbild und zum Maßstab für eine ganze Generation jüngerer Chefärzte geworden“, würdigte Dr. Dr. Hausner, während Meisinger den Menschen in den Mittelpunkt stellte.

Dr. Mache selbst bedankte sich für die 36 Jahre bei der medbo und unterstrich, dass er an allen Tagen bis auf wenige Ausnahmen gerne in die Arbeit gegangen sei. Seinen Kollegen wünsche er Mut und alles Gute.