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Der letzte Schluck

Fachklinik in Wöllershof erneut ausgezeichnet!

Leber und Bauchspeicheldrüse sind längst entzündet, der Arbeitsplatz ist verloren und der letzte Freund hat sich abgewendet. Dennoch kommen die Betroffenen nicht vom Alkohol los. „Eine Sucht ist eine psychiatrische Erkrankung, die einer adäquaten Therapie bedarf“, erklärt Dr. Markus Wittmann, Ärztlicher Direktor im Bezirksklinikum Wöllershof. Unter allen Rehabilitationskliniken zur Behandlung von Abhängigkeitserkrankungen hat es die Fachklinik am Bezirksklinikum Wöllershof laut Focus erneut geschafft, unter den 35 besten in Deutschland zu sein.

„Voraussetzung für den Aufenthalt in Wöllershof ist der feste Wunsch nach Abstinenz“, sagt Wittmann. Fast immer ist eine Sucht die Antwort auf den Versuch, mit unterschiedlichen Problemen zurechtzukommen. Nachdem die Patienten den körperlichen Entzug hinter sich gebracht haben, gilt es, sie zu stabilisieren und ihre Abhängigkeit psychotherapeutisch aufzuarbeiten. Die Klinik in Wöllershof verfolgt dabei ein individuell auf den Patienten zugeschnittenes Entwöhnungsprogramm. Etwa 15 Wochen dauert die Langzeitentwöhnung.

Nicht nur Reden: Die Rehaklinik bietet viele Behandlungsmöglichkeiten

„Zunächst helfen wir den Betroffenen, sich mit dem eigenen Konsumverhalten auseinanderzusetzen“, so Wittmann. Neben Gesprächen mit Ärzten und Therapeuten stehen Gruppentherapien, Sportkurse und ergotherapeutische Maßnahmen auf dem Behandlungsplan. Arbeiten im hauseigenen Kräutergarten oder mit Holz und Ton sollen den Patienten aufzeigen, welche Fähigkeiten in ihnen stecken. Außerdem bietet die Rehaklinik Kurse zu kognitivem Training, Entspannungsverfahren oder Raucherentwöhnung an.

„Daneben geben wir unseren Patienten auch Freiräume. So können sie lernen, ihre Zeit selbst zu gestalten, und sich mit den Therapieinhalten auseinandersetzen“, sagt Wittmann. Während der stationären Rehabilitation sind verschiedene Belastungserprobungen vorgesehen. „Sie dienen dazu, sich schon früh mit realitätsnahen Situationen auseinanderzusetzen und damit Strategien zur Abstinenz und Konfliktlösung zu testen“, sagt Wittmann. „Diese Aufenthalte werden intensiv nachbesprochen und dienen als Vorbereitung auf das Leben nach der Klinik.“ 

Maßnahmen, damit der Anschluss an das Leben funktioniert

Damit das Leben nach dem Klinikaufenthalt möglichst gut klappt, bietet die Psychiatrie in Wöllershof eine ambulante Weiterbehandlung an. Schon in der Klinik wird der Kontakt zu Selbsthilfegruppen hergestellt. Außerdem unterstützt die Reha-Klinik Angehörige durch Informationsveranstaltungen. Erleiden Betroffene eine Krise oder einen Rückfall, stehen ihnen die Kliniktüren jederzeit offen. „Wir besprechen mit unseren Patienten die Umstände, die zu ihrem Rückfall geführt haben“, so Wittmann. „Anschließend arbeiten wir weiter an ihren Bewältigungsmethoden.“ 

Dieses Engagement wissen die Patienten zu schätzen. Laut Focus-Liste empfehlen sie die Wöllershofer Reha-Klinik ganz eindeutig weiter. Das freut Klinik-Direktor Dr. Markus Wittmann: „Das größte Lob aber ist, wenn wir unsere Patienten nicht wiedersehen, weil sie ihren Weg zurück in ein selbstbestimmtes, suchtfreies Leben gefunden haben.“