Zum Inhalt springen
Die 21 fleißigen Teilnehmer:innen an der Weiterbildung zum/zur Praxisanleiter:in mit Bildungsreferentin Michaela Zeuke (1. Reihe, 2. Kachel) beim virtuellen Austausch.

Digitale Pioniere: Praxisanleiter:innen feiern Abschluss

Erstmalig wurde die Weiterbildung in der medbo rein online durgeführt. Ein Resümee zum Meilenstein mit Bildungsreferentin Michaela Zeuke.

Sie sind Mentor:innen für angehende Fachkräfte und unerlässlich für eine ordnungsgemäße sowie praxisnahe Pflegeausbildung: Praxisanleiter:innen. Die medbo zählt derzeit über 250 Kolleg:innen, die diese wichtige Rolle auf den Stationen einnehmen. Dahinter steckt eine fundierte Zusatzqualifizierung für examinierte Pflege-Expert:innen, die am medbo Institut für Bildung und Personalentwicklung gemeinsam mit den medbo Pflegeschulen bereits seit Jahren erfolgreich durchgeführt wird. Durch die ständige Weiterentwicklung von Ablauf, Inhalt und Lehrmethoden umfasst der Kurs mittlerweile acht Blockwochen verteilt auf sechs Monate. Bislang fanden sich die angehenden Praxisanleiter:innen für den Unterricht vor Ort im IBP-Gebäude am Bezirksklinikum Regensburg ein. Im Frühjahr 2021 feierte jedoch der erste reine Online-Jahrgang seinen Abschluss. 21 Teilnehmer:innen bereiteten sich diesmal ausschließlich virtuell über das medbo Bildungsportal, digitalen Konferenzen oder E-Mail auf die Abschlussprüfungen vor. Eine virenunfreundliche Alternative, die in der medbo weiter Schule machen soll.

Für überall: Blockwochen im Home-Office
Zur wichtigsten Frage gibt Michaela Zeuke gleich Entwarnung: Die fehlende Versorgung mit Kaffee und Keksen im Hörsaalgebäude taten der Lern-Motivation keinerlei Abbruch, wie sie aus ihren Erfahrungen in der Kursbetreuung und -organisation berichtet. „Pünktlich um acht Uhr machte es plopp, plopp, plopp – und alle Kolleginnen und Kollegen waren mit Eifer und eingeschaltetem Video bei der Sache“, sagt die stellvertretende Sachgebietsleiterin Digitale Bildung und Bildungsreferentin rückblickend. Durch das gemeinsame Engagement von Dozent:innen und Teilnehmer:innen konnten die Kursinhalte auch über Webcam nachhaltig und verständlich vermittelt werden: Vom Lernen und Lehren über das Verständnis der eigenen Rolle bis hin zur richtigen Umsetzung von typischen Anleitesituationen auf den verschiedenen Stationen. „Unser Programm orientiert sich an offiziellen Vorgaben der Deutschen Krankenhaus Gesellschaft (DKG) und natürlich unseren Erfahrungen aus den Stationen“ , betont Zeuke. Dabei genossen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer die spezielle Flexibilität einer Online-Weiterbildung. „Alle haben die Blockwochen von zuhause aus besucht.“

Aha-Momente: Fundierte Werkzeuge für die nächste Anleite-Situation
Wurde das Lernergebnis durch die fehlende Präsenz insgesamt beeinträchtigt? Nein, wie die Rückmeldung der Teilnehmer:innen durchweg bestätigt. Ausbildungsjahr, Kenntnisstand, Lehrziel: „Ein:e Kolleg:in betonte beispielsweise, wie wichtig sie mittlerweile das eigene Bewusstsein über eine Anleite-Situation findet“, erinnert sich Zeuke. Sich realistische Ziele setzen, die sich an den vorhandenen zeitlichen Ressourcen genauso wie den individuellen Azubis orientieren, sei eines ihrer wichtigsten Erkenntnisse, die sie aus der Weiterbildung mitnahm. Die richtigen Werkzeuge zur Umsetzung, zur Reflektion und zur Weiterentwicklung der eigenen Lehrkompetenzen gab es ebenfalls im Rahmen der Weiterbildung. Auch hier nahm Harald Rzychon einen besondere Rolle ein, nicht nur durch seine DKG-Anerkennung als Leiter der Weiterbildung. Rzychon brachte seine langjährige Praxiserfahrung als Dozent ein und nahm zudem alle Modulprüfungen ab. Darunter auch der mündliche Prüfungsteil. Hierbei präsentieren und reflektieren die Teilnehmer:innen medbo typische Anleite-Situationen, wie etwa eine Patient:innen-Aufnahme.

Ausblick: Bildung digital – Feiern (wenn möglich) analog
Doch bei der Frage nach der eindrucksvollsten Besonderheit des jüngsten Kurses sind sich wohl alle einig: Die Abschlussfeier. Auch die musste dieses Mal virenunfreundlich und damit digital stattfinden. Um dennoch ein feierliches Gefühl und ein Zeichen der Wertschätzung in die Einzel- und Heim-Büros zu bringen, gab es Post von Zeuke und Kolleg:innen.  Jede:r Teilnehmer:in erhielt ein kleines Versorgungspaket nach Hause geschickt, inklusive Snacks und einem kleinen Getränk. Auch Felicitas Klein, Direktorin Patienten- und Pflegemanagement, die Leitungen Patienten- und Pflegemanagement sowie Dr. Anja Geßner, Institutsleitung IBP, gratulierten den neuen Praxisanleiter:innen im Rahmen der Online-Abschlussfeier.

„Vor allem im Rahmen der digitalen Bildung haben wir durch Corona sehr an Schubkraft gewonnen“, fasst Michaela Zeuke zusammen. „Unabhängig von der Pandemie möchten wir natürlich weiterhin unsere digitalen Lernangebote weiter ausbauen und orientiert an Inhalten, Lernzielen und Zielgruppen sinnvoll mit Präsenzveranstaltungen kombinieren. Wir sehen für alle medboianer große Chancen und Vorteile durch Bildung on demand.“ Abschlussfeiern dagegen werden baldmöglichst wieder in Präsenz stattfinden. Denn gemeinsam auf den Erfolg anzustoßen, sei eines der wenigen Dinge, die in Präsenz besser funktionieren.

Bild:
Die 21 fleißigen Teilnehmer:innen an der Weiterbildung zum/zur Praxisanleiter:in mit Bildungsreferentin Michaela Zeuke (1. Reihe, 2. Kachel) beim virtuellen Austausch.
(Screenshot: medbo / Michaela Zeuke)