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Kinder- und Jugendpsychiatrie, Psychosomatik & Psychotherapie (KJPP)

Die KJPP ist eine relativ junge Disziplin. Das Fachgebiet hat sich unter anderem aus der Heilpädagogik, Pädiatrie und der Psychiatrie entwickelt. Seit 1968 ist die KJPP ein eigenständiges Fachgebiet im Gegenstandskatalog der Bundesärztekammer. 

Besondere Therapieansätze

Basierend auf der Erkenntnis, dass Kinder und Jugendliche nicht automatisch mit den aus der Erwachsenenpsychiatrie zur Verfügung stehenden Methoden und Instrumentarien behandelt werden können, entstand verstärkt in den letzten 25 Jahren eine Vielzahl altersbezogener Behandlungsansätze.

Psychische Symptome und Störungen bei Kindern und Jugendlichen können in aller Regel besonders gut durch eine enge Verzahnung von psychotherapeutischen und pädagogischen Methoden therapiert werden. Zudem spielt bei der Behandlung junger Patient:innen das persönliche Umfeld eine wesentliche Rolle, sprich Familie, Schule und soziale Kontakte. Gearbeitet wird dementsprechend in multiprofessionellen Teams, die neben Ärzt:innen, Psycholog:innen, pädagogischen und pflegerischen Fachkräften eine Vielzahl von Fachtherapeut:innen (Ergotherapie, Logopädie, Motopädagogik, Musiktherapie) sowie weiterer auch außerklinische Expert:innen integriert.

Die häufigsten psychischen Störungen im Kindes- und Jugendalter

  • emotionale Störungen (Ängste und depressive Störungen)
  • psychosomatische Erkrankungen (zum Beispiel. Schlaf- und Fütterstörungen, Schmerzstörungen oder Einnässen)
  • Suchterkrankungen
  • selbstverletzendes Verhalten, Suizidalität
  • Aufmerksamkeits und Konzentrationsstörungen (ADHS und ADS)
  • Essstörungen
  • Lern- und Leistungsstörungen
  • Bindungsstörungen
  • Autismus-Spektrum-Störungen

Ambulant vor stationär

Ein zentraler Grundsatz bei der Behandlung junger Patient:innen lautet: ambulant vor stationär. Kinder und Jugendliche sollen im Rahmen der erforderlichen Therapiemaßnahmen so wenig wie möglich aus ihrem sozialen Umfeld herausgelöst werden. Darum setzt die medbo in der kinder- und jugendpsychiatrischen Versorgung auf ein dezentrales Angebot.

Die medbo Klinik und Poliklinik für Kinder- und Jugenspsychiatrie, Psychosomatik & Psychotherapie der Universität Regensburg am Bezirksklinikum Regensburg gliedert sich entsprechend dieses Ansatzes in zwei Zentren, die die wohnortnahe Versorgung abbilden sollen:

Beschulung auch im Krankenhaus

Bei allen stationären oder teilstationären Maßnahmen findet eine Beschulung der schulpflichtigen Kinder und Jugendlichen in der Schule für Kranke statt - eine staatlich anerkannte Schule in Trägerschaft des Bezirks.