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Neurologische Erkrankungen gehen nicht selten mit Einschränkungen der Leistungsfähigkeit zum Beispiel der Aufmerksamkeit, des Gedächtnisses oder der Sprache einher. Mit Hilfe der Neuropsychologischen Diagnostik können diese auf der Grundlage neuroanatomischer Erkenntnisse genau erfasst werden. In einer Untersuchung wird unter Verwendung standardisierter und normierter Testverfahren ein Leistungsprofil erstellt, das unter anderem folgende Funktionsbereiche umfasst:

  • Aufmerksamkeit und Konzentration
  • Gedächtnisfunktionen (sprachlich und nichtsprachlich)
  • Exekutivfunktionen (Problemlösen und Handlungsplanung)
  • Visuo-konstruktive Leistungen
  • Räumliche Wahrnehmung
  • Sprache

Ablauf der Untersuchung

Mit Hilfe einer standardisierten Untersuchung wird ein Leistungsprofil erstellt, das sowohl Auskunft über eingeschränkte kognitive Funktionen als auch Informationen über erhaltene Leistungsressourcen ergibt.

Die Neuropsychologische Diagnostik umfasst eine ausführliche Anamnese mit den Patient:innen und gegebenenfalls eine Fremdanamnese mit den Angehörigen. Darauf folgen individuell angepasste Testverfahren gemäß der Leitlinie der Gesellschaft für Neuropsychologie (GNP).

In einem Abschlussgespräch werden die Untersuchungsergebnisse genau erläutert und Empfehlungen hinsichtlich therapeutischer Interventionen, Verlaufsuntersuchungen bzw. ergänzender diagnostischer Maß-nahmen gegeben.

Leitung der Spezialambulanz

Dr. phil. Susanne Schwab-Malek, Diplompsychologin Zentrum für Neurologie

Liegen bei den Patient:innen Einschränkungen der Leistungsfähigkeit vor,

  • aus denen sich ein Rehabilitationsbedarf ableiten lässt?
  • die zu einer Beeinträchtigung der Erwerbsfähigkeit führen?
  • die die Kompetenz zum Führen eines Kraftfahrzeugs einschränken?

Oder haben sich Leistungen bei Patient:innen mit chronischen neurologischen Erkrankungen im Verlauf verändert?

Eine Indikation für eine neuropsychologische Untersuchung (Erstdiagnostik und Verlaufsuntersuchungen) ist unter anderem bei folgenden Symptomen beziehungsweise Erkrankungen gegeben:

  • neurodegenerative und entzündliche Erkrankungen des Zentralnervensystems (dementielle Entwicklungen, Morbus Parkinson, Multiple Sklerose, Enzephalitiden)
  • Schlaganfall
  • Gehirntumoren
  • Epilepsien
  • Schädel-Hirn-Trauma
  • akut beginnende oder sich langsam entwickelnde kognitive Einschränkungen mit ungeklärter Ursache