Zum Inhalt springen

Psychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie

Die Psychiatrie beschäftigt sich mit der Gesunderhaltung, der Diagnose und der Therapie psychischer Erkrankungen. Der Begriff leitet sich vom griechischen Wort „Psyche“ ab und bedeutet „Seele“.
Ist die eigentliche Ursache eines somatischen (körperlich-organischen) Symptoms psychischer Art, so spricht man von psychosomatischen Erkrankungen.
Behandelt wird mittels Therapien aller Art wie beispielsweise

  • medikamentöse Therapien, 
  • Übungs- und Verhaltenstherapien,
  • tiefenpsychologisch orientierte Psychotherapie, 
  • Psychoedukation, 
  • Therapie durch therapeutisches Setting/Milieu, 
  • nichtmedikamentösen Therapien (Lichttherapie, Schlafentzug, Gehirnstimulation),
  • Soziotherapie,
  • Sporttherapie,
  • Musiktherapie und
  • Ergotherapie.

Eine erfolgreiche Behandlung insbesondere bei ausgeprägten und komplexen Krankheitsbildern besteht in der Regel aus dem Zusammenwirken verschiedener geeigneter Therapien.

Die Psychiatrie gilt damit gerade nicht als klassische Apparate-Medizin, sondern als sprechende Disziplin. „Psychotherapie“ bildet den Oberbegriff dieses Behandlungsansatzes. Begleitet werden kann der psychotherapeutische Ansatz – je nach Störungsbild – durch den Einsatz von Medikamenten, die jedoch ausschließlich von Ärzten (nicht von Therapeuten) verschrieben werden dürfen.
Diagnostiziert werden psychische Erkrankungen im Gespräch mit und durch Beobachtung durch einen Psychiater oder Psychotherapeuten. Allerdings bedient sich die psychiatrische Diagnose nicht selten zur Abklärung und Absicherung auch Untersuchungsmethoden der somatischen Medizin, zum Beispiel der Neurologie, um organische-körperliche Ursachen einer Erkrankung entweder auszuschließen oder um diese in die Therapie zu integrieren.
Bei der medbo werden die psychischen Erkrankungen in vier große Gruppen eingeteilt. Diese Einteilung spiegelt sich in der Organisation der entsprechenden Kliniken und Einrichtungen wieder.