Viele Stimmen – ein gemeinsamer Klang: medbo ehrt Jubilare und Ruheständler

Vorstand und Direktorium danken langjährigen Mitarbeitenden für ihre jahrzehntelange Treue zur medbo und verabschieden Kolleginnen und Kollegen in den wohlverdienten Ruhestand.

Regensburg, den 23. Januar 2026 Ein Orchester lebt von seinen Musikerinnen und Musikern – von ihren Stimmen, ihrem Zusammenspiel und ihrer Ausdauer über viele Jahre hinweg. Unter diesem Leitmotiv ehrte die medbo – Medizinische Einrichtungen des Bezirks Oberpfalz erneut langjährige Mitarbeitende für ihre 25- oder sogar 40-jährige Betriebszugehörigkeit und verabschiedete Kolleginnen und Kollegen in den Ruhestand.

Insgesamt wurden 127 Jubilare und Ruheständler aus verschiedenen Standorten der medbo gewürdigt. Die Feier bot Einblicke in besondere Momente und feine Zwischentöne des Arbeitsalltags und zeigte das lebendige Zusammenspiel und die Vielfalt des medbo-Teams.

Viele Instrumente für das medbo-Orchester
In seiner Eröffnungsrede griff medbo-Vorstand Dr. Helmut Hausner das Leitmotiv des Abends auf: „Seit vielen Jahren bringen Sie Ihre Erfahrungen, Ihre Persönlichkeit und Ihre Stimme in das große medbo-Orchester ein. Wir spielen eine gemeinsame Partitur und jede Stimme, ob laut oder leise, trägt zum Gelingen bei.“
Er skizzierte die Entwicklung der medbo von strukturellen Veränderungen in den 1980er Jahren über die fortschreitende Digitalisierung bis hin zur heutigen standortübergreifenden Vernetzung. „Solche Entwicklungen gelingen nicht von selbst“, so Hausner. „Sie brauchen Menschen, die Wandel mittragen – als Solisten, aber vor allem als verlässliche Stimmen im Ensemble.“

Persönlichkeiten, die den Klang prägen
„Was ein Orchester wirklich trägt, sind nicht nur perfekte Einsätze, sondern Haltung, Herz und Humor“, so Vorstand Helmut Hausner. „Und davon haben unsere Ruheständler reichlich eingebracht.“ Höhepunkt des Abends war erneut der Beitrag von Personaldirektor Horst Meisinger, der mit persönlichen und humorvollen Anekdoten die Ruheständlerinnen und Ruheständler würdigte. Dabei standen nicht nur berufliche Leistungen im Mittelpunkt, sondern vor allem die Menschen hinter den Funktionen.

Zum Beispiel: Gottfried Oel. Der Sozialpädagoge am Standort Regensburg war ein äußerst verlässlicher und treuer Mitarbeiter – und in der Klinik bekannt wie ein bunter Hund. Er war Stammkunde Nummer eins am Getränkeautomaten. Seinem Team wird sein guter Humor in Erinnerung bleiben, ebenso wie sein kreatives Bürochaos, das er aber vollends beherrschte. Für das gemeinsame Mittagessen – pünktlich um 12 Uhr –wurde notfalls auch mal eine Teamsitzung verkürzt.

Ein weiteres unverzichtbares Instrument im medbo-Orchester war Elfriede Hollnberger-Wehner, Reinigungskraft und im Servicedienst am Standort Regensburg. Sie war ein echtes medbo-Gewächs und kann gleichzeitig auf 40 Dienstjahre zurückblicken. Sie war überall dort im Einsatz, wo man sie brauchte und sorgte mit ihrer ruhigen, humorvollen Art als „Geschirrfee“ und auf der Kegelbahn dafür, dass alles rund lief.

Gisela Schönberger, Gesundheits- und Krankenpflegerin aus Cham, blieb der medbo sogar über ihren offiziellen Renteneintritt hinaus treu: Drei Jahre arbeitete sie weiter – motiviert, aktiv und bis zum Schluss mit spürbarer Freude an ihrer Aufgabe. Selbst von der digitalen Dokumentation ließ sie sich nicht abschrecken, und so arbeitete sie sich noch 2025 erfolgreich in SAP ein. Kolleginnen und Kollegen erinnern sich schmunzelnd an einen typischen Schönberger-Satz, wenn ihre Hörgeräte noch nicht eingesetzt waren: „Ich bin noch offline“.

Der Blick nach vorn: Das Orchester wächst weiter
Neben dem Rückblick richtete sich der Blick des Abends auch nach vorne. Ein Orchester lebt davon, dass neue Stimmen hinzukommen und neue Werke einstudiert werden. 
Genau das steht der medbo in den kommenden Monaten bevor. In Parsberg und Weiden stehen die Eröffnungen neuer Kliniken kurz bevor. In Parsberg entsteht ein neues Zentrum für Psychosomatik und Psychiatrie, das künftig vollstationäre, tagesklinische und ambulante Angebote vor Ort bündeln wird. Auch in Weiden wird mit der neuen Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie ein wichtiger Baustein der regionalen Versorgung fertiggestellt.

Fotos: medbo KU / K. Tenberge-Holzer