Virtuelle Galerie der besonderen Art

 

Kunst entsteht überall. Aber Kunst mit Anspruch braucht seelische Tiefe. Eine Tiefe, die auf Lebenserfahrung fußt. Und gerade schwere Krisen und psychische Erschütterungen sind eine sehr intensive Lebenserfahrung.

Wir - das Team der Psychiatrischen Institutsambulanz (PIA) am medbo Bezirksklinikum Regensburg - schaffen mit unserer Galerie PIArt  einen analogen und gleichzeitig virtuellen Raum für in diesem Sinn besondere Kunst. Einer Kunst des Lebens und manchmal auch Überlebens.

Bei uns zeigen Künstler:innen der Öffentlichkeit Werke, die einen Bezug zu Krisen und seelischen Extremerfahrungen haben.

Denn Kunst ist eine Sprache, die auch dann noch greift, wenn Worte alleine nicht mehr ausreichen.

Die Exponate in unserer Galerie verbinden deshalb nicht nur handwerklichen und künstlerischen Anspruch – sie berühren und ermöglichen intensiven Austausch zwischen denen, die sie erschaffen haben, und denen, die sie betrachten.

Organisatorisch unterstützt wird die PIArt-Galerie von den Kunstsachverständigen des Bezirks Oberpfalz und dem Regensburger Verein Irren ist menschlich e.V.

Hinweise & Informationen

Die PIArt-Galerie befindet sich in den Räumlichkeiten der Psychiatrischen Institutsambulanz des Bezirksklinikums Regensburg in HAUS 12. Öffnungszeiten werden auf deren Homepage aktuell gehalten. Hinweise zur Anfahrt zum und zur Lage der Gebäude am Bezirksklinikum finden Sie auf unseren Standortseiten Regensburg.

Corona

Die Pandemie hat nach wie vor Auswirkungen auf die Zugangsregelungen insbesondere für externe Besucher:innen in den medbo Einrichtungen. Bitte achten Sie auf die Aushänge an den jeweiligen Eingängen und informieren Sie sich vorab über unsere Homepage über aktuelle Maßnahmen.

Das innere Leid & die ewige Jugend

Bilder von Isabella Hanl und Peter Keckl

PIArt Ausstellung #2/2022 ab 7. Oktober bis 1. Dezember 2022 

Diese Ausstellung ist wie eine Matrix, aufgebaut aus Wortpaaren.

Das innere Leid ist eine Referenz an die innere Not des Künstlers beim Schaffensakt. Es ist der Kampf mit der Idee, die Bild werden möchte.

Die ewige Jugend hingegen ist eine Utopie. Aber Utopien sind enorm reizvoll.

Die Vorstellung von einer ewigen Jugend setzt ihrerseits ein gewisses Maß der Verinnerlichung des Jungseins voraus - auch wenn unser Körper altert und vergeht, die Seele, die innere Erlebenswelt kann die eines jungen Menschen bleiben.

Doch ist dies erstrebenswert?

Ist eine junge Seele in einer alten Hülle nicht auch Quelle ewigen Leids?  

Peter Keckl

Der Neumarkter Künstler (Jahrgang 1984) malt, zeichnet und fotografiert seit über 20 Jahren. Seine Werke wurden bereits in mehreren privaten Ausstellungen gezeigt. Er nahm auch an der großen Werkschau "Gratwanderung" teil, die seit 2018 verschiedene Künstler:innen in der ganzen Oberpfalz zeigt.  

Von mir stammt die „ewige Jugend“ im Titel der Ausstellung. Zur Serie „Ewige Jugend“ wurde ich inspiriert von der gesellschaftlichen Fixierung auf Jugend, Schönheit und Gesundheit.

Um diese Idee von Jugend darzustellen, habe ich auf starke Farbigkeit und bei den ungegenständlichen Bildern auf ein „kraftvolles Chaos“ gesetzt (wie eine wilde Party).

Zusätzlich gibt es immer wieder Blitze und Blüten zu sehen. Die Blüte ist eines der Symbole für Jugend schlechthin, die Blitze stehen für die Kraft der Jugend. Kunsthistorisch kann man das wohl öfters dem Informel oder dem abstrakten Expressionismus zuordnen, wobei ich mich da nicht beschränke. Tatsächlich ist mein einziges Kriterium, wenn ich so frei male, dass das Bild mir zum Schluss „stimmig“ erscheint.

Ich hoffe, so erscheinen sie Ihnen auch.

Isabella Hanl

Meine Kunst bildet leidende Seelen ab. 

Die Malerei ist mein Weg, Gefühle zu verarbeiten und zum Ausdruck zu bringen, wenn die passenden Worte dafür fehlen.

Meine Malerei ist sehr ausdrucksstark und vermittelt beim Betrachter starke Gefühle.

Das wird durch den expressionistischen Stil noch verstärkt. 

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Frühere PIArt-Ausstellungen

PIArt 1|2022: Der blaue Stier