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Die Kinder- und Jugendpsychiatrie und -psychotherapie ist eine relativ junge Disziplin. Das Fachgebiet hat sich unter anderem aus der Heilpädagogik, Pädiatrie und der Psychiatrie entwickelt. Seit 1968 ist die Kinder- und Jugendpsychiatrie ein eigenständiges Fachgebiet im Gegenstandskatalog der Bundesärztekammer. 
Basierend auf der Erkenntnis, dass Kinder und Jugendliche nicht automatisch mit den aus der Erwachsenenpsychiatrie zur Verfügung stehenden Methoden und Instrumentarien behandelt werden können, entstand verstärkt in den letzten 20 Jahren eine Vielzahl altersbezogener Behandlungsansätze.

Psychische Symptome und Störungen bei Kindern und Jugendlichen können in aller Regel besonders gut durch eine enge Verzahnung von psychotherapeutischen und pädagogischen Methoden therapiert werden. Zudem spielt bei der Behandlung junger Patienten das persönliche Umfeld eine wesentliche Rolle, sprich Familie, Schule und soziale Kontakte. Gearbeitet wird dementsprechend in multiprofessionellen Teams, die neben Ärzten, Psychologen, pädagogischen und pflegerischen Fachkräften eine Vielzahl von Fachtherapeuten (Ergotherapie, Logopädie, Motopädagogik, Musiktherapie) sowie weiterer, auch außerklinischer Experten integriert.

Die
Klinik und Poliklinik für Kinder- und Jugenspsychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie der Universität Regensburg am Bezirksklinikum Regensburg
gliedert sich in

  • Zentrum Regensburg
    (Prof. Dr. med. Romuald Brunner, Ärztlicher Direktor, Inhaber des Lehrstuhls für Kinder- und Jugendpsychiatrie der Universität Regensburg, Chefarzt des Zentrums Regensburg)
     
  • Zentrum Amberg | Cham | Weiden
    (Dr. med. Christian A. Rexroth, Chefarzt des Zentrums Amberg, Cham, Weiden)


Die häufigsten psychischen Störungen im Kindes- und Jugendalter sind:

  • emotionale Störungen (Ängste und depressive Störungen)
  • psychosomatische Erkrankungen (z.B. Schlaf- und Fütterstörungen, Schmerzstörungen oder Einnässen)
  • Suchterkrankungen
  • selbstverletzendes Verhalten, Suizidalität
  • Aufmerksamkeits und Konzentrationsstörungen (ADHS und ADS)
  • Essstörungen
  • Lern- und Leistungsstörungen
  • Bindungsstörungen
  • Autismus-Spektrum-Störungen

    Ein zentraler Grundsatz bei der Behandlung junger Patienten lautet: ambulant vor stationär. Kinder und Jugendliche sollen im Rahmen der erforderlichen Therapiemaßnahmen so wenig wie möglich aus ihrem sozialen Umfeld herausgelöst werden. Darum setzt die medbo in der kinder- und jugendpsychiatrischen Versorgung auf ein dezentrales Angebot.

    Bei allen stationären oder teilstationären Maßnahmen findet eine Beschulung der schulpflichtigen Kinder und Jugendlichen in der Schule für Kranke statt - eine staatlich anerkannte Schule in Trägerschaft des Bezirks.