16 neue Pflegeprofis

Die medbo Pflegeschulen feiern den erfolgreichen Abschluss des diesjährigen Aprilkurses. Vielfalt, Engagement und Teamgeist prägen den Jahrgang.

Die Freude war groß, als die insgesamt 16 Absolventinnen und Absolventen der medbo Pflegeschulen im März 2026 ihr Examen feierten. Hinter ihnen liegen drei Jahre, in denen sie nicht nur 2.100 Unterrichtsstunden und mehr als 2.500 Praxisstunden absolvierten, sondern auch persönlich gewachsen sind. 12 der frisch examinierten Fachkräfte werden auch weiterhin die Teams der medbo in den verschiedensten Fachbereichen verstärken. Prof. Dr. Thomas Baghai, stellvertretender Vorstand der medbo, gratulierte den Absolventinnen und Absolventen: „Mit Ihrer Entscheidung für die Pflege haben Sie den Weg in einen sinnstiftenden und zukunftssicheren Beruf gewählt. Sie machen den Unterschied im Leben vieler Menschen – darauf können Sie wirklich stolz sein.“

Bunte Vielfalt: 11 Nationen, viele Perspektiven
„Dieser Kurs zeigt eindrucksvoll, wie vielfältig Pflege ist,“ betont Schulleiter Harald Rzychon, „In der Pflege brauchen wir Menschen mit Herz, Verstand und den unterschiedlichsten Lebenswegen.“ Denn jede und jeder bringe eine eigene Perspektive und wertvolle Erfahrungen mit. Das zeigt sich auch in der Altersstruktur des Jahrgangs – vom Schulabgänger Anfang 20 bis zum Umschüler mit 48 Jahren. Die Absolventen stammen zudem aus elf verschiedenen Nationen – darunter Deutschland, Kenia, Uganda, Tschechien, Ungarn, Marokko, Tunesien, Türkei, Rumänien und Brasilien. „Ich bin überzeugt, dass diese Vielfalt nicht nur die Ausbildung, sondern auch die Pflege besser macht.“

Schulalltag nach Musketier-Motto
„Mir war es von Anfang an besonders wichtig, dass alle in der Klasse an einem Strang ziehen. Immer nach dem Motto: Einer für alle, alle für einen,“ betont Klassenleitung Dominik Schrembs, und fügt hinzu: „Ich bin unheimlich stolz auf meine Klasse, sie haben in den letzten drei Jahren gezeigt, wie man gemeinsam stärker wird und Herausforderungen meistert, sie haben sich unterstützt und sind gemeinsam gewachsen.“ In den Pausen wurde in der Klasse viel gespielt – verschiedene Gesellschaftsspiele, wobei Uno der Dauerbrenner war. Dazu 80er-Jahre Rockmusik und sehr viel Kaffee – Prof. Thomas Baghai sprach in seiner Rede von circa 14.000 Tassen Kaffee, die die Klasse A74 während ihrer Ausbildung getrunken haben soll.

Sabine: Neuanfang mit Lebenserfahrung
Eine Absolventin ist Sabine Gamsjäger. Die 48-jährige hat fast 25 Jahre in der Autoindustrie gearbeitet. Dann der Neuanfang: Erst die einjährige Ausbildung zur Pflegefachhelferin, dann die dreijährige generalistische Pflegeausbildung. „Wenn man schon ein gewisses Alter hat, dann ist es mit dem Lernen gar nicht mehr so easy. Die anderen haben für eine Schulaufgabe zwei Tage gelernt und ich habe halt eine Woche lang lernen müssen“. In Sabine Gamsjägers Klasse war der Altersunterschied aber nie ein Thema, obwohl einige Klassenkameraden sogar jünger sind als ihre eigene Tochter. Ihr Fazit: „Ich würde es immer wieder so machen“. Nach ihrem Abschluss wird sie im medbo Pflegeheim Haus 5 arbeiten.

Rachel: Mit Mut und Musik ins neue Leben
Rachel Kaunya lebt seit vier Jahren in Deutschland. Die 23-jährige Kenianerin singt in der Schulband und tanzt gern mit Freunden durch Regensburgs Clubszene. Vor ihrer Ausreise absolvierte sie einen dreimonatigen Intensiv-Sprachkurs. 

Auf ihre klare Aussprache angesprochen, sagt sie lachend: „Sprachtalent“, und ergänzt ernst: „Ich glaube, ich bin durch meinen Umzug nach Deutschland richtig gewachsen.“ Ihr Lieblingsfach war Anatomie – nun startet sie als festes Teammitglied im medbo Zentrum für Neurologische Rehabilitation Regensburg.

Felix: Vom Rechner-Job in die Pflege
Nach dem Abitur studierte Felix Gmeiner zunächst technische Informatik. Doch der 24-Jährige merkte schnell: „Ich bin ständig vorm PC gehockt und hab‘ festgestellt, dass ich da eingehe.“ Durch einen Nebenjob als Sitzwache bei der medbo entdeckte er seine Leidenschaft für die Pflege und begann die Ausbildung. Nach dem Examen arbeitet Felix nun in der Kinder- und Jugendpsychiatrie. 

Besonders schätzt er an seiner Ausbildungszeit die Erfahrung, „dass man mit Situationen klarkommt, mit denen man vor einem Jahr noch nicht klargekommen wäre“.