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Präventionsstelle für Kinder, Jugendliche & Heranwachsende in der Oberpfalz

Willkommen auf unseren Informationsseiten!

Die Präventionsstelle unterstützt Kinder, Jugendliche und Heranwachsende im Alter von zehn bis 21 Jahren, bei denen psychische, soziale oder entwicklungsbezogene Belastungen mit einem erhöhten Risiko für delinquente, insbesondere gewalt- und sexualbezogene Verhaltensweisen verbunden sind.

Frühzeitig handeln. Risiken erkennen. Entwicklung stärken.

Ziel ist es, frühzeitig Unterstützung anzubieten, Risiken zu reduzieren und positive Entwicklungen zu fördern: und dies bevor sich problematische Verhaltensweisen verfestigen, es zu Straffälligkeit kommt oder schwerwiegende strafrechtliche Maßnahmen erforderlich werden. Dabei arbeiten wir eng mit den jungen Menschen, ihren Familien sowie bereits beteiligten Helferinnen und Helfern zusammen.

 

Der schnelle Überblick

Hier finden Sie alle wichtigen Informationen zum Leistungsspektrum und zur Erreichbarkeit der Jugendpräventionsstelle Oberpfalz.

Unser Angebot richtet sich an junge Menschen mit einem erhöhten deliktrelevanten Risiko im Zusammenhang mit psychischen, entwicklungsbezogenen oder psychosozialen Problemlagen.
Dies kann beispielsweise der Fall sein, wenn

  • wiederholt aggressive oder gewaltbezogene Verhaltensweisen auftreten,
  • es zu sexualisierten Grenzverletzungen oder problematischem sexualisiertem Verhalten kommt,
  • bereits deliktrelevantes Verhalten gezeigt wurde,
  • oder aufgrund der aktuellen Situation ein erhöhtes Risiko für entsprechendes Verhalten besteht.

Die Präventionsstelle ergänzt die bestehende kinder- und jugendpsychiatrische, psychotherapeutische und psychosoziale Versorgung. Der besondere Schwerpunkt liegt auf der Bearbeitung deliktrelevanter Risikofaktoren sowie auf Gewalt- und Delinquenzprävention.

Nicht jedes psychische oder soziale Problem erfordert eine spezialisierte präventive Unterstützung. Wenn andere Hilfen besser geeignet sind, unterstützen wir dabei, ein passendes Angebot zu finden.
 

Wir möchten gemeinsam mit den jungen Menschen daran arbeiten,

  • problematische Verhaltensweisen frühzeitig zu erkennen,
  • individuelle Risikofaktoren zu verstehen und zu verändern,
  • Eskalationen und weitere Straftaten zu verhindern,
  • vorhandene Stärken und Schutzfaktoren auszubauen,
  • die psychische und soziale Stabilität zu verbessern,
  • die Einbindung in Familie, Schule, Ausbildung und soziales Umfeld zu stärken,
  • und passende Hilfen langfristig zu sichern.

Unser Ziel 

Risiken frühzeitig erkennen, Entwicklung fördern und weitere Eskalationen verhindern.
 

Die Unterstützung wird individuell auf die jeweilige Situation abgestimmt.

Fachliche Einschätzung
Wir schauen gemeinsam, welche Belastungen, Risiken und Ressourcen vorhanden sind und welche Unterstützung sinnvoll ist.

Psychiatrische und psychologische Diagnostik
Durch Gespräche und wissenschaftlich anerkannte diagnostische Verfahren können psychische und entwicklungsbezogene Probleme sowie relevante Risikofaktoren genauer eingeschätzt werden.

Individuelle Präventions- und Behandlungsplanung
Gemeinsam werden konkrete Ziele und Maßnahmen festgelegt und regelmäßig überprüft.

Psychotherapeutische Unterstützung
Je nach Bedarf können Einzel- oder Gruppenangebote sowie weitere therapeutische Maßnahmen eingesetzt werden.

Sozialpädagogische und systemische Unterstützung
Auch die Lebenssituation wird berücksichtigt – beispielsweise Familie, Schule, Ausbildung, Wohnen und soziale Beziehungen.

Aufsuchende Unterstützung
Wenn es schwierig ist, regelmäßig zu uns zu kommen, können Kontakte nach Möglichkeit auch außerhalb der Präventionsstelle stattfinden – zum Beispiel in einer Einrichtung, in der Schule oder im häuslichen Umfeld.

Zusammenarbeit mit dem Helfersystem
Wir stimmen uns – soweit dies möglich und erforderlich ist – mit Sorgeberechtigten, behandelnden Fachkräften, Jugendhilfe, Schule und weiteren beteiligten Stellen ab.

1. Kontaktaufnahme

Der erste Schritt kann ganz unterschiedlich aussehen. Kontakt aufnehmen können beispielsweise:

  • die jungen Menschen selbst,
  • Personensorgeberechtigte,
  • Angehörige und andere Bezugspersonen,
  • Ärztinnen und Ärzte,
  • Psychotherapeutinnen und Psychotherapeuten,
  • Einrichtungen der Kinder- und Jugendpsychiatrie,
  • Jugendämter und Jugendhilfe,
  • Schulen,
  • Jugendgerichtshilfe und Bewährungshilfe,
  • Beratungsstellen,
  • oder andere beteiligte Fachkräfte und Institutionen.

Eine formale Überweisung ist nicht erforderlich.

2. Erstgespräch und Screening

Zunächst lernen wir den jungen Menschen und seine Situation kennen. Dabei betrachten wir unter anderem:

  • psychische und körperliche Gesundheit,
  • bisherige Entwicklung,
  • familiäre und soziale Situation,
  • Schule, Ausbildung und Alltag,
  • bisherige problematische Verhaltensweisen,
  • mögliche Risikofaktoren,
  • vorhandene Stärken und Schutzfaktoren.

Gemeinsam wird geprüft, ob das Angebot der Präventionsstelle passend ist.

3. Individueller Hilfe- und Präventionsplan

Wenn eine Aufnahme erfolgt, werden gemeinsam konkrete Ziele und Maßnahmen vereinbart. Die Unterstützung kann beispielsweise therapeutische, psychiatrische, sozialpädagogische und systemische Angebote umfassen.

4. Regelmäßige Begleitung

Die Betreuung orientiert sich am individuellen Bedarf. Gerade zu Beginn können regelmäßige und engmaschige Kontakte sinnvoll sein. Wenn sich die Situation stabilisiert, kann die Kontaktfrequenz schrittweise reduziert werden.

Die Entwicklung wird regelmäßig gemeinsam überprüft und die Unterstützung bei Bedarf angepasst.

5. Übergang in weitere Hilfen

Wenn die Betreuung in der Präventionsstelle endet, unterstützen wir dabei, eine passende weitere Versorgung sicherzustellen. Dabei können beispielsweise ambulante Behandlung, Psychotherapie, Jugendhilfe, psychiatrische Angebote, Schule, Ausbildung oder andere Unterstützungsangebote einbezogen werden.
 

Sie müssen eine schwierige Situation nicht allein bewältigen!

Wenn Sie sich Sorgen um einen jungen Menschen machen, können Sie sich an die Präventionsstelle wenden. Das gilt beispielsweise, wenn Sie beobachten,

  • dass Aggressionen oder Gewalt zunehmen,
  • dass Grenzen wiederholt überschritten werden,
  • dass sexualisiertes Verhalten problematisch oder grenzverletzend wird,
  • dass Konflikte zunehmend eskalieren,
  • oder dass Sie sich fragen, ob eine Situation mit einem erhöhten Risiko für Straffälligkeit verbunden ist.

Wir können gemeinsam klären, ob und welche Unterstützung sinnvoll ist.

Niedrigschwellig und vernetzt

Die Präventionsstelle arbeitet eng mit bestehenden Hilfsangeboten zusammen. Dazu gehören unter anderem:

  • Kinder- und Jugendpsychiatrie
  • Psychotherapie
  • Jugendhilfe
  • Jugendämter
  • Schulen
  • ärztliche Versorgung
  • Beratungsstellen
  • Jugendgerichtshilfe
  • Bewährungshilfe
  • psychosoziale Dienste

Dabei geht es nicht darum, bestehende Hilfen zu ersetzen: Wir ergänzen vorhandene Angebote durch eine spezialisierte Prävention bei deliktrelevanten Risiken.
 

Frühzeitige Unterstützung

Je früher Belastungen und Risiken erkannt werden, desto eher können geeignete Hilfen einsetzen.

Individuelle Lösungen

Jeder junge Mensch und jede Lebenssituation ist anders. Deshalb werden die Maßnahmen individuell abgestimmt.

Stärken fördern

Wir betrachten nicht nur Risiken und Probleme, sondern auch Fähigkeiten, Ressourcen und Schutzfaktoren.
Zusammenarbeit

Eine gute Unterstützung gelingt am besten, wenn Betroffene, Familien und beteiligte Fachkräfte zusammenarbeiten.

Respekt und Wertschätzung

Die Präventionsstelle begegnet jungen Menschen und ihren Angehörigen offen, respektvoll und ohne Vorverurteilung.

Vertraulichkeit

Der Umgang mit persönlichen Informationen erfolgt unter Beachtung der gesetzlichen Vorgaben zu Datenschutz und Schweigepflicht.
 

Nehmen Sie Kontakt mit uns auf!

Auch wenn Sie noch nicht wissen, ob die Präventionsstelle das richtige Angebot ist, können Sie sich informieren und gemeinsam mit uns die nächsten Schritte klären.

Wir helfen dabei, Risiken frühzeitig zu erkennen und gemeinsam neue Perspektiven zu entwickeln.

Wie kommen Sie zu uns?

Einen Anfahrts- und Lageplan des Bezirksklinikums Regensburg sowie einen Routenplaner haben wir auf der Standortortseite Regensburg hinterlegt.