Boys´Day: 13 Jungs, zwei Stationen, viele Fragen

Beim Boys’ Day zeigt die medbo zum 16. Mal, wie vielseitig Pflege wirklich ist. 
Auf dem Programm stehen Psychiatrie, neurologische Intensivstation und am Ende sogar Kegeln. 

Pflege? Viele denken erst mal an Verbände wechseln und Medikamente geben. 
Die 13 Jungs, die beim Boys’ Day an der medbo mitmachen, sind am Ende des Tages deutlich schlauer.

Zum 16. Mal beteiligt sich die medbo an dem Aktionstag, an dem Jungen Berufe kennenlernen, in denen bisher überwiegend Frauen arbeiten. Diesmal sind 13 Teilnehmer im Alter von 14 bis 16 Jahren dabei. 
Los ging es um 8:30 Uhr in der medbo Pflegeschule. Dort gibt es erst einmal eine kurze Vorstellung der medbo und dann ein Video, das zeigt, wie Arbeiten in der Psychiatrie wirklich aussieht.

Danach wird es konkret. Franz Schmauser und Sebastian Wagner, beide Stationsleiter, nehmen die Gruppe mit auf eine psychiatrische beschützende Station und auf die neurologische Intensivstation. 
Zwei Bereiche, die schnell klarmachen: Pflege ist kein Beruf für Langeweile. 
Mal geht es um Beobachtung, Gespräche und klare Abläufe. Mal um Technik, schnelle Abstimmung und Präzision.

Vor allem aber geht es um Praxis statt Prospekt. Die Jungs fragen viel. Wie läuft ein Dienst ab? Was ist schwierig? Was überrascht? 
Und sie bekommen Antworten, die nicht geschniegelt sind, sondern alltagstauglich.

Nach dem Mittagessen im medborante fällt dann tatsächlich die erste Kugel. Die Gruppe geht gemeinsam kegeln. 
Das macht Spaß, klar. In der Psychiatrie kann so ein Angebot aber auch therapeutischen Sinn haben: Bewegung, Gemeinschaft, Struktur.

Der Boys’ Day an der medbo zeigt damit ziemlich genau, worauf es ankommt: Pflege ist abwechslungsreich, nah an Menschen und oft ganz anders, als viele vorher denken. 
Oder kürzer gesagt: kein Klischee, kein Leerlauf, sondern ein Beruf, der überrascht.